Forschungsprojekt zu den Auswirkungen des 5G-Mobilfunks auf menschliche Zellen2. Dezember 2019 Ein Team von Wissenschaftlern der Jacobs University unter der Leitung von Prof. Alexander Lerchl wird die Auswirkungen von 5G auf die menschlichen Zellen untersuchen. © Jacobs University Er soll autonomes Autofahren ermöglichen oder intelligente Fabriken: Die Einführung des Mobilfunkstandards 5G im kommenden Jahr ist mit hohen Erwartungen verbunden, aber auch mit Befürchtungen hinsichtlich der gesundheitlichen Folgen der Technologie. Ein Team von Wissenschaftlern der Jacobs University unter der Leitung von Dr. Alexander Lerchl, Professor für Biologie und Ethik, wird nun die Auswirkungen von 5G auf die menschlichen Zellen untersuchen. Das Projekt wird mit 1,1 Millionen Euro vom Bundesamt für Strahlenschutz finanziert. Es ist mit der Schaffung von drei neuen wissenschaftlichen Stellen an der privaten Universität verbunden. Ab 2020 soll die nächste Mobilfunkgeneration 5G verfügbar sein. Sie wird bis zu 100 Mal schneller sein als der bisherige 4G-Standard und ermöglicht Datenübertragungen in Echtzeit. Im ersten Schritt der Einführung werden Frequenzen genutzt, die heute schon beim Mobilfunk üblich sind. In einigen Jahren jedoch kommen neue Frequenzbänder aus den Bereichen zwischen 26 und 28 Gigahertz sowie oberhalb von 40 Gigahertz hinzu. Um diese Frequenzen geht es in dem Forschungsprojekt.„Die Absorption der Funkwellen erfolgt ausschließlich in den oberen Hautschichten. Anhand von Zellkulturen der Haut werden wir deshalb untersuchen, ob sich die Geninformationen durch die elektromagnetische Strahlung verändern“, erläutert Lerchl. Um die vielen tausend Gene zu analysieren braucht es bioinformatisches Fachwissen. An dem Projekt beteiligt ist deshalb Professor Dr. Marc-Thorsten Hütt, Systembiologe an der Jacobs University. Ebenfalls eingebunden ist die Seibersdorf Labor GmbH aus Österreich, die die Expositionsanlagen konzipiert und herstellt.Während die Wirkung bestehender Mobilfunkfrequenzen auf den Menschen gut erforscht ist, betreten Lerchl und sein Team mit diesem Projekt, das auf knapp drei Jahre angelegt ist, Neuland. „Die Expositionsanlagen und das Versuchsdesign sind bei diesen Frequenzen besonders kritisch, um Artefakte zu vermeiden“, so der Biologe. Prof. Lerchl ist sich sicher: „Wir werden belastbare Ergebnisse erzielen.“
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