Forschungsschwerpunkt „Frauen und Mädchen im Leistungssport“9. Juni 2023 Auftaktveranstaltung vor dem Sport- und Olympiamuseum: Kirsten Domnik (Leitung Fachgebiet Ökonomie BISp), Dr. Mirjam Rebel (Fachbereichsleiterin Sport und Gesellschaft BISp), Tabea Kemme, Andrea Schumacher (BISp-Direktorin), Kathrin Boron (v.l.n.r.) (Foto: BISp) Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) hat mit der Netzwerkveranstaltung „FeMaLe – Frauen und Mädchen im Leistungssport“ den Startpunkt für weitere Maßnahmen zu einem aktuellen und wichtigen Thema gesetzt: der Geschlechtergerechtigkeit und Gleichbehandlung von Frauen im Sport. Die zweitägige Auftaktveranstaltung (30./31. Mai) fand im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln statt und ist Teil der BISp-Gesamtstrategie „Frauen im Sport“. Im Folgenden ein Bericht des BISp: Vor Ort waren rund 50 Expertinnen und Experten, darunter mit Fußballerin Tabea Kemme und Ruderin Kathrin Boron zwei Olympiasiegerinnen. Beide haben bis zum Ende ihrer erfolgreichen aktiven Zeit intensive Erfahrungen im internationalen Leistungssport gesammelt. Weitere Gäste waren unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI), der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP), der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) sowie von Athleten Deutschland. Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch und das Ziel, neue Impulse zu geben. BISp-Gesamtstrategie „Frauen im Sport“ Was steckt hinter „FeMaLe – Frauen und Mädchen im Leistungssport“? Die Thematik „Frauen im Sport“ gewinnt in der öffentlichen Debatte an Bedeutung und Aufmerksamkeit. Gleichwohl bleibt das Potenzial von Frauen im Leistungssport und in der Wissenschaft in vielen Bereichen ungenutzt. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft hat sich daher „Frauen im Sport“ als Schwerpunkt gesetzt. Die dazugehörige Gesamtstrategie wurde im Rahmen der Netzwerkveranstaltung vorgestellt, diskutiert und weiter ausgeführt. „Chancengleichheit und Geschlechtergerechtigkeit von Frauen und Männern sind im Sport wie auch in der Wissenschaft nicht gegeben“, sagte BISp-Direktorin Andrea Schumacher in Ihrer Begrüßungsrede. „Das Ungleichgewicht zeigt sich u.a. in der öffentlichen Wahrnehmung, den strukturellen Rahmenbedingungen, den Fördermöglichkeiten und auch in der Forschung. Das BISp will das Bewusstsein für die Belange von Frauen und Mädchen im Leistungssport schärfen und mit Forschungsprojekten gezielt zur Aufhebung der geschlechtsspezifischen Forschungslücken beitragen.“ BISp-Schwerpunktsetzung in der Antragsforschung 2024 Frauen sind nicht nur in der Wissenschaft generell, sondern beispielsweise auch in der Datenerhebung deutlich unterrepräsentiert, sodass es zum „Gender Data Gap”, der Geschlechter-Datenlücke und einer Diskrepanz in wissenschaftlichen Studien kommt. Denn Ergebnisse, die vorwiegend mit einer männlichen Stichprobe erzielt wurden, sind nicht uneingeschränkt auf Frauen zu übertragen. Das BISp hat sich daher zum Ziel gesetzt, über verschiedene Maßnahmen und Aktivitäten Frauen im sportwissenschaftlichen Wissenschaftsbetrieb sichtbarer zu machen und dazu beizutragen, die Genderlücke zum Nutzen für Frauen und Mädchen im Breiten-, Nachwuchs- und Leistungssport zu schließen. Zu den ersten bereits abgestimmten Maßnahmen zählt die Schwerpunktsetzung „Frauen und Mädchen im Leistungssport (FeMaLe)“ in der Antragsforschung 2024. Damit möchte das BISp auch Forschungsnehmerinnen und Forschungsnehmer des Bundesinstituts darin bestärken, den Spezifika von und für weibliche(n) Akteure(n) im Leistungssport vermehrt Aufmerksamkeit zu schenken. Podiumsgespräch mit Tabea Kemme und Kathrin Boron Auf dem Podiumsgespräch der Netzwerkveranstaltung beschrieben Tabea Kemme und Kathrin Boron persönlich und eindrücklich die weibliche Sicht von Spitzensportlerinnen. Dabei forderte Kemme u.a. ein „vertrauensbasiertes Training, das nicht nur auf Kontrolle basiert“ und die Athletinnen mehr mitnimmt. „Frauen trainieren oft nicht, sie werden trainiert“, betonte sie. Als Profifußballerin in England habe sie erlebt, dass es auch anders geht. Das BISp und die Teilnehmenden zogen ein positives Fazit der Netzwerkveranstaltung. Das Ziel sei erreicht worden: Anstöße und Inspirationen für nächste Schritte erhalten und geben, um geschlechtsspezifische Aspekte und Veranstaltungen zum Thema „Frauen und Mädchen im Leistungssport“ mehr zu berücksichtigen. Weitere Maßnahmen und Prozesse befinden sich bereits in der Vorbereitung und werden folgen.
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