Frauen mit PCOS entwickeln früher ein metabolisches Syndrom23. Juli 2019 © wladimir1804 – stock.adobe.com Wie eine aktuelle Studie der Doktorandin Qing Peng, University of Michigan, Ann Arbor, und Kollegen zeigt, entwickeln Frauen mit Polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) früher ein metabolisches Syndrom (MetS) als Frauen ohne PCOS. Für ihre Analyse identifizierten die Forscher 496 Frauen mit PCOS-artigem Status (PCOSp). Berücksichtigt wurden Frauen mit unregelmäßigen Zyklen, einem hohen Index an freiem Androgen und hohen Werten des Anti-Müller-Hormons. Die Kriterien für MetS definierten die Autoren nach dem Adult Treatment Panel III. Im Anschluss verglichen sie das Alter der PCOS-Frauen zu Beginn der MetS-Diagnose mit dem Alter der Frauen ohne PCOS. Von den eingeschlossenen Teilnehmerinnen zeigten 11,7 % (n=58) PCOSp-Symptomatik. Während des 11-jährigen Follow-ups entwickelten 20 Frauen mit PCOSp und 136 ohne PCOSp ein MetS. Nach Herausberechnung des Rauchverhaltens, Bildung und körperlicher Aktivität wurde deutlich, dass zum Zeitpunkt der MetS-Erkrankung Frauen mit PCOSp um 14,4 % jünger waren (95%-KI -22,7 bis -5,2) als Frauen ohne PCOSp. Berücksichtigten die Forscher zusätzlich den BMI, verringerte sich der Prozentsatz auf 5,4 % (95 %-KI -12,4–2,1). Beispiel: Erkrankte eine Studienteilnehmerin ohne PCOSp mit 51,5 Jahren an MetS, trat dies bei einer Frau mit PCOSp fast 3 Jahre früher auf. Die Studienautoren empfehlen daher, Frauen mit PCOS früher auf Symptome des MetS zu screenen. FazitFrauen mit Polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS) entwickeln früher ein metabolisches Syndrom (MetS) als Frauen ohne PCOS. (bs) Autoren: Peng Q et al.Korrespondenz: Qing Peng; [email protected]Studie: Age at Onset of Metabolic Syndrome Among Women With and Without Polycystic Ovary Syndrome-Like StatusQuelle: J Clin Endocrinol Metab 2019;104(5):1429–1439.Web: dx.doi.org/10.1210/jc.2018-01428