Frühe IL‑17-Hemmer-Therapie fördert therapiefreie Remission bei Psoriasis

Dermatologe untersucht Patientin mit Psoriasis
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Eine frühe Therapie mit Interleukin‑17-Inhibitoren bei moderater bis schwerer Plaque-Psoriasis beschleunigt das klinische Ansprechen und kann längerfristige therapiefreie Remissionen ermöglichen.

Welches Potenzial hat der frühe Einsatz von Interleukin(IL)-17-Inhibitoren zur Krankheitsmodifikation bei Psoriasis? Dieser Frage widmete sich ein Team von Dermatologen aus China in einer multizentrischen, retrospektiven Kohortenstudie. Wie sie in ihrer Veröffentlichung im „Journal of the American Academy of Dermatology“ schlussfolgern, führt eine frühe Intervention mit IL‑17-Inhibitoren zu einem schnelleren klinischen Ansprechen und kann bei Psoriasis eine Krankheitsmodifikation mit längerfristiger therapiefreier Remission begünstigen.

Rezidivrate nach einem Jahr untersucht

In der Studie untersuchten die Forschenden Patienten mit moderater bis schwerer Plaque-Psoriasis, die zwischen April 2019 und April 2023 für mindestens 4 Wochen mit Secukinumab oder Ixekizumab behandelt wurden. Der primäre Endpunkt der Untersuchung war die Rezidivrate 1 Jahr nach Beendigung der Therapie.

Unter den 400 Patienten, die die Behandlung nach Erreichen eines Psoriasis Area and Severity Index von 90 (PASI90) absetzten, betrug die mediane Zeit bis zum Rezidiv 3,29 Monate. Von 141 Patienten, die die Therapie nach einem über mindestens 1 Jahr aufrechterhaltenen PASI90 beendeten, erreichten 24 (88,89%) in der Gruppe mit ultrakurzer Krankheitsdauer (Psoriasisdauer ≤ 1 Jahr) und 33 (82,5%) in der Gruppe mit kurzer Krankheitsdauer (Psoriasisdauer ≤ 2 Jahre) eine einjährige systemtherapiefreie Remission.

Die Autoren weisen darauf hin, dass in ihrer Studie ein möglicher Einfluss der frühen Intervention auf die Entwicklung von Komorbiditäten (z.B. kardiometabolische oder rheumatologische Begleiterkrankungen) nicht untersucht wurde. (ins)