Früherer Übergang in die Wechseljahre kann dazu führen, dass Frauen eher aus dem Berufsleben ausscheiden

Foto: © insta_photos/stock.adobe.com

Eine neue Studie kommt zu dem Schluss, dass ein früherer Übergang in die Menopause mit einer schlechter wahrgenommenen Arbeitsfähigkeit verbunden ist und prognostiziert eine geringere erfasste Erwerbsbeteiligung und eine höhere Invaliditätsrente in den Folgejahren.

Da die meisten Frauen nach Eintritt der Menopause noch Jahre lang arbeiten werden, ist die Auswirkung der Wechseljahrs-Beschwerden auf ihre Arbeitsfähigkeit ein wichtiges Thema und der Schwerpunkt einer neuen Studie. Diese ergab unter anderem, dass eine vorzeitige Menopause die Arbeitsfähigkeit und die Zeit, die eine Frau im Berufsleben verbringt, einschränken kann. Die Ergebnisse der Umfrage wurden online in der Fachzeitschrift „Menopause“ veröffentlicht.

Von einer frühen Menopause spricht man, wenn Frauen früh in die Wechseljahre kommen – vor dem 45. Lebensjahr. Ungefähr 5 bis 10 Prozent aller Frauen fallen in diese Kategorie. Zum jetzigen Zeitpunkt wird davon ausgegangen, dass den Frauen noch fast 20 Jahre ihres Erwerbslebens verbleiben. Der Übergang in die Wechseljahre führt jedoch dazu, dass etwa 80 Prozent der Frauen unter belastenden Symptomen wie Hitzewallungen und Nachtschweiß leiden, die sich negativ auf die Lebensqualität einer Frau auswirken können.

Die Menopause kann die Gesundheit von Frauen auch auf andere Weise beeinträchtigen. Bisher wurde jedoch nur in wenigen Studien untersucht, ob Wechseljahrs-Beschwerden einen negativen Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit und dem Wohlbefinden am Arbeitsplatz haben könnten.

Eine frühere britische Studie zeigte, dass die Menopause vor dem 45. Lebensjahr mit einem Rückgang der Erwerbsbeteiligung um neun Prozent verbunden war, sobald diese Frauen das 50. Lebensjahr erreichten, im Vergleich zu Frauen, die keine frühe Menopause erlebten.

Wechseljahrsstatus von Frauen im Alter von 46 Jahren untersucht

In dieser neuesten Studie, an der fast 2700 Frauen teilnahmen, untersuchten Forscher, wie der Wechseljahrsstatus von Frauen im Alter von 46 Jahren mit ihrer wahrgenommenen Arbeitsfähigkeit und der registrierten Teilnahme am Arbeitsleben in den folgenden Jahren zusammenhängt. Die Forschung kam zu dem Schluss, dass ein früher Übergang in die Wechseljahre eine Herausforderung darstellt, da er die Arbeitsfähigkeit von Frauen beeinträchtigt und ihre Teilhabe am Berufsleben einschränkt.

Basierend auf diesen Ergebnissen empfehlen die Forscher medizinischen Fachkräften, die Symptome der Menopause wirksam zu behandeln und die allgemeine Gesundheit von Frauen in den frühen Wechseljahren zu fördern, damit sie im Berufsleben weiterhin produktiv sind. Darüber hinaus schlagen sie vor, dass Arbeitgeber darüber nachdenken, die Arbeitsbedingungen für Frauen in der Menopause flexibler zu gestalten, um ihnen bei der Bewältigung ihrer Symptome zu helfen und das Risiko eines vorzeitigen Berufsabbruchs zu begrenzen.

„Diese Ergebnisse unterstreichen, wie wichtig es ist, störende Wechseljahrs-Beschwerden anzugehen, um die Lebensqualität einer Frau sowohl persönlich als auch beruflich zu optimieren“, kommentiert Dr. Stephanie Faubion, medizinische Direktorin der Menopause Society, USA.