Frühes Glottiskarzinom: Strahlentherapie versus Mikrochirurgie12. November 2025 Bild: ©pikovit – stock.adobe.com Die Strahlentherapie (RT) mit kurativer Intention ist die Behandlung der Wahl bei squamösen Glottiskarzinomen im Stadium T1. Wie Erstautorin Hedda Haugen Cange und ihre Kollegen zum Hintergrund ihrer aktuellen Studie schildern, habe jedoch die transorale Mikrochirurgie (MLS) diese Behandlungsmethode allmählich abgelöst. Daher verglichen die Autoren anhand des Swedish Head and Neck Cancer Register die Ergebnisse der beiden Behandlungsmodalitäten. Das Register enthält Aufzeichnungen von 783 Patienten mit squamösem Glottiskarzinom im Stadium T1, die sich zwischen 2008 und 2019 entweder einer Strahlentherapie oder einer MLS mit kurativer Absicht unterziehen wollten. Darunter waren 652 Patienten mit T1a- und 125 mit T1b-Tumoren, was zu 777 geeigneten Patienten führte. Mehr Rückfälle nach Operation Den Ergebnissen zufolge führte die chirurgische Behandlung vs. Strahlentherapie bei Patienten mit T1a- und T1b-Tumoren zu einem erhöhten Rezidivrisiko (p<0,001). Einer Laryngektomie mussten sich 47 Patienten (6,0 %) nach der primären Behandlung unterziehen. Dabei war das diesbezügliche Risiko für jene mit T1b-Tumoren höher (p=0,01), aber es wurde kein signifikanter Unterschied in der Häufigkeit der Laryngektomien zwischen den Behandlungsmodalitäten beobachtet. Das galt auch für das Gesamtüberleben (OS): Patienten mit T1b-Tumoren hatten eine signifikant schlechtere Rate des Fünf-Jahres-OS als jene im Stadium T1a, aber die Modalität hatte keinen Einfluss darauf. „In dieser bevölkerungsbasierten Studie mit 777 Patienten mit squamösen Glottiskarzinomen im Stadium T1 wurde nach 5 Jahren kein signifikanter Unterschied im OS je nach Behandlungsmodalität (MLS oder RT) beobachtet“, bilanziert das Team um Seniorautorin Dr. Lovisa Farnebo. Das OS sei bei Patienten mit T1b-Karzinomen schlechter ausgefallen und mit einem erhöhten Risiko für eine Laryngektomie einhergegangen. Ein erhöhtes Rezidivrisiko innerhalb von drei Jahren nach chirurgischer Behandlung sei sowohl bei T1a- als auch bei T1b-Tumoren zu beobachten gewesen. (sf)
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