Frühjahrswanderung der Schweinswale in Elbe, Ems und Weser: Erkenntnisse aus dem Monitoring 20245. September 2024 Schweinswal in der Ostsee Foto: © IrkIngwer – stock.adobe.com Die Schweinswale in den Flüssen Elbe, Ems und Weser stehen im Fokus eines Monitorings der BfG und der WSV. Besonders im Frühjahr 2024 konnten in der Elbe bei Wedel und in der Weser bei Stadland eine außergewöhnlich hohe Anzahl von Schweinswallauten mit Hydrophonsystemen („Unterwassermikrofone“) erfasst werden. In der Ems wurden erstmals Schweinswale stromauf des Sperrwerks nachgewiesen.Schweinswale leben normalerweise in der Nordsee und im Wattenmeer, dringen jedoch regelmäßig im Frühjahr, vor allem im Monat April, in die Flüsse Elbe, Ems und Weser vor, um dort unter anderem den Stint, einen ihrer Beutefische, zu jagen, der zu dieser Zeit in die Flüsse hinaufzieht, um zu laichen.Die Messungen werden an festen Standorten durchgeführt: seit 2019 in der Elbe bei Wedel, seit 2022 in der Weser bei Stadland und seit 2010 an vier Stationen in der Außenems. Im Jahr 2024 wurde erstmals ein Hydrophonsystem in der Unterems bei Terborg stromauf des Emssperrwerks installiert.Die Ergebnisse vom April 2024 sind beeindruckend: In der Weser bei Stadland wurden in 33 Prozent der Stunden Schweinswale erfasst, in der Elbe bei Wedel sogar in 44 Prozent der Stunden. Dr. Thomas Taupp von der BfG: „Der April 2024 war in Weser und Elbe seit Beginn unserer Messungen ein absolutes Rekordjahr. Im Vergleich zu den Vorjahren wurden dort 5 bis 10-mal häufiger Schweinswale detektiert.“ In der Außenems entsprach die Häufigkeit der Schweinswaldetektionen im April 2024 dem langjährigen Mittel der Vorjahre. Eine weitere bemerkenswerte Erkenntnis: Erstmals konnten auch Schweinswallaute oberhalb des Emssperrwerks bei Terborg aufgezeichnet werden. Dies zeigt, dass Schweinswale tatsächlich durch das Sperrwerk stromaufwärts in die Ems wandern. Die Daten liefern wertvolle Informationen über den Zustand der Flüsse und deren Fischbestände und tragen dazu bei, den Schutz der Schweinswale weiter zu verbessern.
Mehr erfahren zu: "FLI: erhöhte Gefährdungslage für Geflügel- und Vogelhaltungen" FLI: erhöhte Gefährdungslage für Geflügel- und Vogelhaltungen Nach 30 Jahren ohne Ausbrüche sind im Februar 2026 erstmals wieder mehrere Fälle der Newcastle-Krankheit (ND) bei kommerziellen Geflügelbeständen und Kleinhaltungen in Deutschland festgestellt worden. Parallel kommt es zu Ausbrüchen […]
Mehr erfahren zu: "Weibliche Fledermäuse jagen in asynchronen Timeslots" Weibliche Fledermäuse jagen in asynchronen Timeslots In neu besiedelten Gebirgsregionen des italienischen Apennins wechseln sich weibliche Wasserfledermäuse bei der Jagd ab, anstatt gleichzeitig zu jagen. Diese zeitliche Aufteilung hilft den Fledermäusen, Konkurrenz zu vermeiden, wie eine […]
Mehr erfahren zu: "Stuhltransplantate von älteren Mäusen verbessern Ovarfunktion und Fruchtbarkeit jüngerer Mäuse" Stuhltransplantate von älteren Mäusen verbessern Ovarfunktion und Fruchtbarkeit jüngerer Mäuse Eine neue Studie zeigt, dass Stuhltransplantate von älteren weiblichen Mäusen die Ovarfunktion und Fruchtbarkeit junger Mäuse deutlich verbessern. Die Ergebnisse weisen auf eine direkte Verbindung zwischen dem Mikrobiom und der […]