Fünf neue Chamäleonarten in Zentralafrika entdeckt13. Juni 2024 Eine der neu beschriebenen Chamäleonarten: Rhampholeon bombayi. Foto: © Maximilian Dehling/Universität Koblenz Gemeinsam mit internationalen Kollegen hat PD Dr. Maximilian Dehling von der Universität Koblenz fünf neue Stummelschwanzchamäleons der Gattung Rhampholeon in Zentralafrika entdeckt. Die fünf neuen Chamäleonarten wurden bislang als eine einzelne weitverbreitete Art betrachtet. Das konnte das Team nun widerlegen. Ein Team von Forschern aus Deutschland, den USA, Uganda, dem Vereinigten Königreich, Südafrika und der Demokratischen Republik Kongo hat fünf neue Stummelschwanzchamäleons der Gattung Rhampholeon in Regenwäldern entlang des zentralafrikanischen Grabenbruchs entdeckt und wissenschaftlich beschrieben. An der Studie war auch PD Dr. Maximilian Dehling aus der Abteilung Biologie der Universität Koblenz beteiligt. Dehling führt seit 14 Jahren Untersuchungen zur Diversität der Amphibien und Reptilien in Zentralafrika durch. Die neuen Chamäleonarten sind äußerlich kaum voneinander zu unterscheiden und wurden deshalb bislang als eine einzelne weitverbreitete Art (Rhampholeon boulengeri) betrachtet. DNS-Analysen und detaillierte morphologische Vergleiche zeigten, dass es sich bei verschiedenen Populationen tatsächlich um eigenständige Arten handelt. Die neuen Arten Rhampholeon plumptrei, R. nalubaale, R. bombayi, R. msitugrabensis und R. monteslunae kommen auf unterschiedlichen Höhenstufen und in verschiedenen Regenwaldgebieten vom Osten der Demokratischen Republik Kongo über Burundi, Ruanda und Uganda bis ins westliche Kenia vor. Die nun sechs verschiedenen Arten haben nur kleine Verbreitungsgebiete und könnten deshalb in ihrem Bestand stärker bedroht sein als bisher angenommen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit von Biodiversitätsstudien in den kaum untersuchten Regenwäldern in Zentralafrika. Stummelschwanzchamäleons ahmen mit ihrer hellbraunen bis graubraunen Färbung und ihrer Körperform Laub auf dem Waldboden nach. Sie sind zu schwachen Helligkeitswechseln, aber nicht wie andere Chamäleons zu Farbwechseln fähig.
Mehr erfahren zu: "Begreifen Goffinkakadus das Abstraktum Tod?" Begreifen Goffinkakadus das Abstraktum Tod? Für Menschen ist der Tod von Kultur, Emotion, Ritual und Sprache umgeben. Die Frage lässt sich jedoch auch viel grundlegender formulieren, wie Forschende der Vetmeduni aufzeigen: Was müsste ein Tier […]
Mehr erfahren zu: "One Health erleben – mit Forschung zu Erregern, Klima und Biodiversität" One Health erleben – mit Forschung zu Erregern, Klima und Biodiversität Beim Tag der Wissenschaft am 27. Juni in Greifswald zeigen Forschende des Friedrich Loeffler Institutes (FLI), wie eng das Wohl von Mensch, Tier und Umwelt verknüpft ist. Unter dem Motto „One […]
Mehr erfahren zu: "Internationaler Wissensaustausch für mehr Lebensmittelsicherheit und Risikobewertung" Internationaler Wissensaustausch für mehr Lebensmittelsicherheit und Risikobewertung „Von Fachleuten für Fachleute“: Unter diesem Motto findet auch in diesem Jahr die Summer Academy des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) statt. Vom 15. bis 19. Juni 2026 erhalten Teilnehmende aus […]