Für Tiere bedeutet Silvester vor allem eines: Stress31. Dezember 2024 (Symbolbild) Foto: © Doris Metternich – pixabay.com Alle Jahre wieder: Böller, Kracher und Raketen gehören für viele Menschen zum Jahreswechsel dazu. Doch lautes Zischen, Knallen und grelle Lichter bedeuten für Hunde einen immensen Stressfaktor. Die Vetmeduni Wien gibt Tipps für den Silvesterabend. Die Reaktionen der Vierbeiner reichen von Unruhe bis hin zu Panikreaktionen. Um bei Hunden die Stressbelastung zu Silvester so gering wie möglich zu halten, eignen sich Maßnahmen für den Akutfall. Mit Entspannungstraining und Desensibilisierung kann man dem Jahreswechsel langfristig entgegenblicken. Kurzfristige Maßnahmen Durch Vermeiden bzw. Minimieren der Angstauslöser kann der Silvesterstress reduziert werden: So sollten Fenster und Vorhänge/Außenjalousien geschlossen bleiben. Am besten ist es, sich mit dem Tier in den ruhigsten Räumen der Wohnung/des Hauses aufzuhalten. Hintergrundgeräusche wie Fernseher oder Radio können für Ablenkung sorgen. Tieren sollte der Zugang zu Verstecken (wie unter einem Tisch etwa) und zu Vertrauenspersonen (passive Sicherheit) erlaubt werden. Beruhigende Worte und langsames Streicheln sind zwar erlaubt – jedoch nicht im Übermaß. Ruhe und Entspannung sollen im Vordergrund stehen. Sofern das Tragen bereits vorab erfolgreich antrainiert worden ist, können „Calming Caps“, „Doggles“ oder „Mutt Muffs“ als Sicht- oder Gehörschutz verwendet werden. Prinzipiell gilt: Hunde niemals zu Feuerwerken mitnehmen – auch wenn es davor nie Probleme gegeben hat. Knallkörper, die z.B. unbeabsichtigt neben dem Hund explodieren, können ein Trauma und Panikreaktionen auslösen. Gassi-Runde zu Silvester/Neujahr Die meisten Feuerwerke werden bei Dunkelheit gezündet, deshalb: Letzte Runde deutlich vor Mitternacht bzw. idealerweise auch vor Einbruch der Dunkelheit drehen bzw. dann wieder (je nach Bedarf) in den frühen Morgenstunden. Hunde konsequent angeleint lassen. Idealerweise mit der Leine sowohl am Halsband als auch am Brustgeschirr sichern, um Verletzungen durch plötzliche Fluchtversuche zu vermeiden. Besonders in den Morgenstunden auf herumliegende Glassplitter und Reste von Feuerwerkskörpern achten, um Verletzungen vorzubeugen. Langfristige Maßnahmen Langfristig eigenen sich Therapiemaßnahmen, um die Angst vor Silvesterkrach zu reduzieren: Desensibilisierung bzw. Gewöhnen an Geräusche: Gewöhnung durch Vorspielen von Silvestergeräuschen (CDs oder YouTube, anfangs sehr leise, die Lautstärke nur langsam steigern, ohne dass der Hund dabei ängstlich wird) Gegenkonditionierung: Lernen, Feuerwerk mit etwas Positivem zu verbinden, wie etwa Spiel oder Futter Entspannungstraining: Situationen, in denen Hunde entspannt sind, konsequent mit einem Signal („Entspannungswort/-ton“) oder einer Belohnung verbinden – dieses Signal kann in einer Stress- oder Angstsituation die Anspannung des Hundes reduzieren. Langfristige Therapien sollten einige Monate im Voraus gestartet werden. Erste Erfolge zeigen sich dann bereits innerhalb kurzer Zeit. (Vetmeduni Wien) Und um es nicht zu vergessen … Das alte Jahr ist Geschichte! Auf diesem Weg allen Tierärztinnen, Tierärzten und tiermedizinischen Fachangestellten – besonders jenen, die den Notdienst stemmen – einen guten Rutsch ins neue Jahr! (Symbolbild) Abb.: © Gerd Altmann – pixabay.com
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