Funktionsstörung von Mitochondrien beeinflusst die Skelettalterung29. April 2025 Dr._Microbe – stock.adobe.com Forschende aus Köln haben neue Mechanismen aufgedeckt, die zeigen, wie entwicklungsabhängige Störungen der Mitochondrienfunktion zur vorzeitigen Skelettalterung führen. Ein interdisziplinäres Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Bent Brachvogel hat untersucht, wie Mitochondrien die frühzeitige Alterung des Skeletts beeinflussen. Die „Kraftwerke der Zellen“ spielen eine wesentliche Rolle bei der Energiegewinnung durch die Zellatmung. Die Forschenden fanden heraus, dass eine entwicklungsabhängige, frühzeitige Beeinträchtigung der mitochondrialen Atmung für einen Mechanismus verantwortlich ist, der das Skelett schneller altern lässt. Dazu nahmen sie eine gezielte In-vivo-Analyse der mitochondrialen Fehlfunktion im Skelettsystem in einem Mausmodell vor. Sie konnten zeigen, dass eine entwicklungsabhängige Beeinträchtigung der mitochondrialen Zellatmung in Knorpelzellen zu einer langfristigen Umstellung des Zellstoffwechsels führt. Als Folge dieser Stoffwechselanpassung verlieren die Zellen langfristig ihre Fähigkeit zur Regeneration und sterben ab, sodass Alterungsprozesse des Skelettsystems beschleunigt werden. „Die hier aufgedeckten fundamentalen Prozesse könnten die Grundlage für neue Behandlungsstrategien schaffen, um Knorpeldegeneration und Skelettalterung im Zusammenhang mit mitochondrialen Dysfunktionen frühzeitig zu beeinflussen“, so Brachvogel, verantwortlicher Letztautor der Studie. Die Studie fand im Rahmen der Forschungsgruppe FOR2722 statt. Die Forschungsgruppe untersucht die Rolle der extrazellulären Matrix im Bewegungsapparat, dem Teil des Gewebes, der zwischen den Zellen liegt und sie geflechtartig umgibt. Ein Fokus liegt insbesondere auf der Entstehung chronischer entzündlicher und degenerativer Erkrankungen des Bewegungsapparates. Federführend war das Team der Experimentellen Neonatologie der Uniklinik Köln. Beteiligt waren außerdem Forscher des CECAD Exzellenzcluster für Alternsforschung, des Max-Planck-Instituts für Biologie des Alterns sowie der medizinischen und der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universitäten Köln und Erlangen-Nürnberg.
Mehr erfahren zu: "Von der Wurst bis zum OP: Was passiert beim Schneiden weicher Gewebe?" Von der Wurst bis zum OP: Was passiert beim Schneiden weicher Gewebe? Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) untersuchen Vorgänge beim Zerlegen weicher Matrialien, die noch einige Geheimnisse bergen.
Mehr erfahren zu: "Schwerverletzte haben am UKL überdurchschnittlich gute Überlebensprognose" Schwerverletzte haben am UKL überdurchschnittlich gute Überlebensprognose Beim Standard der Versorgung und Behandlung Schwerverletzter Patienten zählt das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) zur bundesweiten Spitze. Dies geht aus dem TraumaRegister (TR) DGU® 2025 hervor, wie das Klinikum mitteilt.
Mehr erfahren zu: "Unzufriedenheit mit Praxissoftware war auch 2025 hoch" Unzufriedenheit mit Praxissoftware war auch 2025 hoch Jede dritte Arzt- und Psychotherapiepraxis in Deutschland möchte ihr Praxisverwaltungssystem (PVS) aktuell wechseln. Ursache hierfür ist unter anderem die hohe Fehleranfälligkeit der Systeme. Das zeigen aktuelle Umfrageergebnisse des Zentralinstituts für die […]