Gefährliche Pflanzen für Tiere23. März 2023 Achtung: Schon 15 Gramm Narzissenzwiebeln sind für Hunde tödlich. Foto: © Charlie Cool – pixabay.com Der Frühling bringt mehr Sonnenschein, wärmere Temperaturen und blühende Pflanzen mit sich. Auch Tiere sind an den wärmeren Tagen wieder aktiver draußen unterwegs. Dabei gilt es bei der Gassirunde oder im Garten, aber auch in der Vase im heimischen Wohnzimmer, auf giftige Pflanzen zu achten. Ein aktueller Beitrag der Vetmeduni Wien klärt über einige für Tiere giftige Pflanzen auf. Eine stark giftige Pflanze ist etwa der Oleander. Für Pferde und Rinder sind 10 bis 20 Gramm tödlich, bei Schafen bereits 1 bis 5 Gramm. Die Symptome reichen von Magen-Darm-Entzündungen, verlangsamtem oder beschleunigtem Puls bis zu Herzrhythmusstörungen. Auch gefährlich ist die Engelstrompete. Die Tiere können Symptomen wie weitgestellte Pupillen und Halluzinationen zeigen. Nagetiere sind unempfindlich. Eisenhutarten dagegen sind für alle Tierarten giftig, allerdings kommt es selten zu Vorfällen. Wobei zu beachten ist, dass die Blüten gelb oder blau sein können. Die Symptome sind: Erbrechen, Durchfall, Herzrhythmusstörungen, Tod durch Atemlähmung. Bei einer Vergiftung durch Maiglöckchen treten Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Erschöpfung, Krämpfe und sogar Tod durch Herzstillstand auf. Besonders giftig sind Blüten und Früchte. Bei einer Intoxikation mit Rotem Fingerhut treten Übelkeit, Magen-Darm-Entzündungen, verlangsamter oder beschleunigter Puls, Vorhofflimmern, Kreislaufkollaps auf. Bei Rittersporn kann es zu Störungen des Verdauungstrakts kommen, Muskellähmungen, Atemnot sowie Atemlähmung. Besonders giftig sind die Samen der Pflanze. Auf die Eibe reagieren insbesondere Pferde sehr empfindlich. Symptome: Unruhe, weitgestellte Pupillen, erhöhte Temperatur, beschleunigter Puls, Atemnot, Krämpfe, Tod durch Kreislaufkollaps. Rinde, Nadeln und Samen der Eibe sind giftig. Goldregen ist vor allem für Pferde, Rinder, Hunde und Katzen sehr giftig. Symptome bei Pferden sind Schwitzen, Zittern, Kolik und sogar Tod. Bei Hunden kommt es zu Erbrechen, Durchfall, epileptiformen Anfälle, Tod. Symptome, die bei einer Vergiftung mit Buchs auftreten, sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Schwindel, Tod durch Atemlähmung. Beim Verzehr von Rhododendron kommt es zu vermehrtem Speichelfluss, Erbrechen, Appetitlosigkeit, verlangsamtem Puls und Krämpfen. Auch Efeu kann Magen-Darm-Entzündungen, Blut im Harn, eine erschwerte Atmung sowie Atemlähmung hervorrufen. Giftig sind auch die jetzt überall blühenden Narzissen, die auch als Osterglocken bekannt sind. Besonders für Hunde sind sie gefährlich und schon 15 Gramm der Zwiebeln tödlich. Die Symptome sind Erbrechen, Kolik, Durchfall, Blutdruckabfall, zentralnervöse Störungen, Hautentzündungen. Selbst das Blumenwasser der Narzissen ist giftig! Wandelröschen können Magen-Darm-Entzündungen, Durchfall, ikterische Schleimhäute, Leberversagen sowie vermehrte beziehungsweise verringerte Urinausscheidung verursachen. Die Schneerose kann Übelkeit, Erbrechen, Herz-Kreislauf-Störungen sowie Tod durch Herzstillstand bedingen. Auf Thujen, auch Lebensbaum genannt, reagieren Pferd und Rind besonders empfindlich. Es kommt zu Magen-Darm-Entzündungen, Krämpfen sowie Nierenschäden. Nicht weniger problematisch sind Ginsterarten. Hier reichen die Symptome von beschleunigtem Puls bis zum Kreislaufkollaps. Pfaffenhütchen und andere Spindelsträucher führen zu Magen-Darm-Entzündungen, Kurzatmigkeit, Kreislaufstörungen, Krämpfen und Herzstillstand. Kirschlorbeer kann die Atmung erschweren, Muskelzittern, erweiterte Pupillen und Krämpfe verursachen. Nicht ganz so giftig sind Kleines/Großes Immergrün, das zu Herz-, Kreislauf-, Atembeschwerden sowie Störungen des Verdauungstrakts führen kann sowie Liguster, der Hautreizungen auslöst, Magen-Darm-Entzündung, Durchfall und bei großen Mengen zum Kollaps führt.
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