Gefahren einer Sepsis: Gesundheitsminister Lauterbach übernimmt Schirmherrschaft für Aufklärungskampagne22. April 2022 Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Foto: © BMG/Thomas Ecke Mit der Kampagne #DeutschlandErkenntSepsis soll das Wissen über die Blutvergiftung in der Bevölkerung und beim medizinischen Fachpersonal verbessert werden. Mehr Sichtbarkeit auch auf höchster politischer Ebene erhoffen sich die Kampagnen-Initiatoren nun durch ihren neuen Schirmherren – Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach (SPD). Die Kampagne #DeutschlandErkenntSepsis ist eine Initiative des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (APS) und seiner Partner – der Sepsis Stiftung, dem SepsisDialog der Universitätsmedizin Greifswald und der Deutschen Sepsis Hilfe e.V. (DSH). Gemeinsam setzen sich die Kampagnenpartner seit Februar 2021 dafür ein, über Sepsis zu informieren und das Wissen über Sepsis in der breiten Bevölkerung zu verbessern. Seit Juli 2021 wird die Kampagne zudem vom Bundesministerium für Gesundheit finanziell gefördert. „Es ist an der Zeit, dass Sepsis zu einem zentralen Thema auf höchster politischer Ebene wird. So wird dem Thema Sepsis Sichtbarkeit verliehen“, sagt die Initiatorin der Kampagne, Dr. Ruth Hecker, Vorsitzende des APS und Chief Patient Safety Officer an der Universitätsmedizin Essen. „Wir begrüßen daher die Übernahme der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach für die Kampagne #DeutschlandErkenntSepsis sehr. Als Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. stehen wir für die Durchführung von Aktionen im Bündnis, so wie auch für diese Kampagne. Nur gemeinsam schaffen wir die größtmögliche Aufmerksamkeit für das Thema Sepsis.“ Auch das Qualitätsmanagementprojekt SepsisDialog der Universitätsmedizin Greifswald freut sich über den neuen Schirmherren für die Kampagne. „Als Mediziner, Epidemiologe und Wissenschaftler weiß er um die große Relevanz der Erkrankung. Die Schirmherrschaft ist für die Akteure im SepsisDialog Ansporn, die Bemühungen um die Aufklärung und Schulung des medizinischen Personals und um gelebtes Qualitätsmanagement bei Sepsis weiter zu verstärken”, unterstreicht PD Dr. Matthias Gründling, Leiter des SepsisDialogs. Nach aktuellen Schätzungen erkranken in Deutschland jährlich etwa 340.000 Erwachsene an einer Sepsis, davon versterben 100.000 und 75 Prozent der Überlebenden leiden an erheblichen Langzeitfolgen. „Die durch Viruserkrankungen wie Grippe und COVID-19 bedingten Sepsis- und Todesfälle wurden in diesen Schätzungen noch nicht berücksichtigt“, betont Prof. Konrad Reinhart, Vorsitzender der Sepsis Stiftung sowie Senior- und BIH/Charité Visiting Professor, Charité Universitätsmedizin Berlin. „Die WHO hält die Mehrzahl der Sepsisfälle durch bessere Infektionsvorbeugung und Früherkennung für vermeidbar. Es ist deshalb außerordentlich erfreulich und ermutigend, dass Bundesgesundheitsminister Lauterbach die Schirmherrschaft für unser Bündnis #DeutschlandErkenntSepsis übernommen hat und es Mitte Mai eine gemeinsame Erklärung der G7-Gesundheitsminister geben wird, in der erstmals die Bedeutung von Sepsis hervorgehoben wird.” Auch Hubert Grönert, Vorsitzender der Deutschen Sepsis Hilfe e.V. und selbst Betroffener, hebt hervor: „Die Bereitschaft des Bundesgesundheitsministers Prof. Lauterbach die Schirmherrschaft für unsere gemeinsame Aktion #DeutschlandErkenntSepsis zu übernehmen, ehrt uns alle sehr und zeigt sein großes Verständnis für die Wichtigkeit unserer bisherigen Arbeit und unserer zukünftigen Aufgaben. Wir von der Deutschen Sepsis Hilfe e.V. sind seit 2007 als erste Patientenorganisation in Deutschland mit Patientenberatungen rund um die Uhr tätig und wissen am besten, was erforderlich ist, um im Rahmen unserer Möglichkeiten für Patienten und Angehörige kompetente Ansprechpartner zu sein. Wir freuen uns sehr, mit Professor Dr. Lauterbach zusammenzuarbeiten, um auch zukünftige Herausforderungen zu meistern und den Umgang mit Sepsis für alle Menschen in Deutschland zu verbessern.“
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