Geflügelpest im Landkreis Aurich – 6.000 Puten betroffen4. November 2026 (Symbolbild) Foto: © ccke – stock.adobe.com Nach einigen Fällen von Geflügelpest bei Wildvögeln ist nun im Landkreis Aurich auch ein Putenbetrieb betroffen – es ist der erste größere Ausbruch in diesem Herbst. In einem Putenbestand im Landkreis Aurich mit 6.000 Tieren haben die Behörden den Ausbruch der Geflügelpest festgestellt. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) habe das hochansteckende Virus des Typs H5N1 bestätigt, teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover mit. Nach Angaben des Landkreises wurden die Tiere tierschutzgerecht getötet. Um den Betrieb wird eine Sperrzone eingerichtet. Für Geflügelhaltungen in dieser Zone gelten besondere Schutz- und Überwachungsmaßnahmen, teilten die Behörden mit. Der Ausbruch im Landkreis Aurich ist dem Ministerium zufolge der erste größere in einer Geflügelhaltung in diesem Herbst. Zuletzt sei das Virus bei mehreren Wildvögeln in den Landkreisen Cuxhaven und Emsland festgestellt worden. In Schleswig-Holstein gab es demnach bereits Ausbrüche in Geflügelbeständen. Ansteckungsrisiko steigt mit Vogelzug Das FLI hatte jüngst das Ansteckungsrisiko in Geflügelhaltungen durch direkte oder indirekte Kontakte zu Wildvögeln als moderat eingestuft, aber auch auf ein steigendes Risiko wegen zunehmender Wasservogelansammlungen und dem Vogelzug verwiesen. Von Oktober 2025 bis zum Frühsommer dieses Jahres wurden allein in Niedersachsen rund 1,6 Millionen Tiere wegen der Geflügelpest getötet, der Schaden betrug laut Tierseuchenkasse 41 Millionen Euro. Es war der bislang schlimmste Ausbruch dieser Tierseuche. Das Landwirtschaftsministerium rief Geflügelhalter dazu auf, Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen auf ihren Betrieben zu beachten. Das gilt auch für Klein- und Hobbyhaltungen sowie für Rassegeflügelzuchten. Unter anderem müssen die Halter darauf achten, dass Futter, Einstreu und Tränkwasser nicht für Wildvögel zugänglich sein dürfen. Risikoeinschätzung des FLI, Stand 09.10.2026 Risikoeinschätzung zur Hochpathogenen Aviären Influenza H5 (HPAI H5) Klade 2.3.4.4B
Mehr erfahren zu: "Vielfältiger als angenommen: das Verhalten von Fischen" Vielfältiger als angenommen: das Verhalten von Fischen Fische sind mehr als stille Schwimmer im Wasser. Sie zeigen komplexe Verhaltensweisen und unterscheiden sich in ihrem Verhalten voneinander. Zwei aktuelle Übersichtsartikel untersuchen, wie der Mensch die Vielfalt des Fischverhaltens […]
Mehr erfahren zu: "Nischenaufteilung bei Wölfen und Mesokarnivoren in einer vom Menschen geprägten Landschaft" Nischenaufteilung bei Wölfen und Mesokarnivoren in einer vom Menschen geprägten Landschaft Menschen verändern die Lebensräume von Wildtieren grundlegend. Für Prädatoren, also Beutegreifer wie Wolf und Fuchs, kann der Mensch dabei Quelle für Risiko und Ressourcen sein: Menschliche Aktivitäten vertreiben Wölfe, Füchse […]
Mehr erfahren zu: "Tolles Konzept aus Österreich: Vetmeduni Teil der „Tierzauber“-Tour" Tolles Konzept aus Österreich: Vetmeduni Teil der „Tierzauber“-Tour Weihnachtszauber der besonderen Art: Die Veterinärmedizinische Universität Wien setzt gemeinsam mit der Tierecke der Kronen Zeitung und Fressnapf ein Zeichen für die Unterstützung von Tierhaltenden in finanziellen Notlagen.