Gerhard Jorch wird Ehrenmitglied der DIVI

DIVI-Präsident Felix Walcher überreicht Gerhard Jorch die Urkunde zur DIVI-Ehrenmitgliedschaft. Foto: ©Mike Auerbach/DIVI

Seine Forschung konnte die Fallzahlen beim plötzlichen Kindstod erheblich senken: Der Kinderarzt und Neonatologe Prof. Gerhard Jorch wurde im Rahmen des DIVI23 Ehrenmitglied der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

Wie kaum ein anderer Mensch hierzulande habe er dazu beigetragen, dass Kinder gesund ins Leben starten, betont die DIVI anlässlich Jorchs Ernennung zum Ehrenmitglied der Fachgesellschaft. Seine Forschungsarbeit habe es geschafft, dass die Sterberate durch den plötzlichen Kindstod stark gesenkt werden konnte. Er war außerdem viele Jahre DIVI-Präsidiumsmitglied, erster Kongresspräsident in Leipzig und ist bis heute der Herausgeber der DIVI-Zeitschrift. 

„Jorch fand heraus, dass Kinder nicht in Bauchlage schlafen sollten. Hier im Saal sind Hunderte von Eltern und Großeltern, die diesen Paradigmenwechsel beherzigt haben“, sagte DIVI-Präsident Prof. Felix Walcher in seiner Laudatio. Das Lebenswerk von Jorch wirke bis heute und sei medizinischer Standard. Durch seine verschiedenen Funktionen innerhalb der DIVI hat Jorch zudem die Fachgesellschaft aus pädiatrischer Perspektive viele Jahre mitgeprägt und Einfluss genommen.

Kinder prägen den Lebenslauf des Ausnahme-Pädiaters und Neonatologens

Als Ältester von sieben Geschwistern legte der gebürtige Paderborner eine beeindruckende medizinische Karriere hin: Bereits mit 30 Jahren hatte Jorch die oberärztliche Leitung der universitären pädiatrischen und neonatologischen Intensivstation am Universitätsklinikum in Münster inne. Von 1998 bis 2018 war Jorch C3-Professor und Direktor der Universitätskinderklinik Magdeburg. Viele, viele Jahre hat er zudem Eltern beraten, auch in Online-Foren.

Aber auch privat spielen Kinder eine große Rolle für Jorch: Er ist stolzer Vater von neun Kindern und fünf Enkelkindern. „Lieber Gerhard, du warst durch und durch produktiv. Du hast nicht nur viele eigene Kinder und Enkelkinder, sondern hast auch unzähligen Neugeborenen, Babys und Kindern geholfen, die durch deine Studien, dein Wirken, deine Lehre und damit dein Lebenswerk heute gesund und munter sind“, so Walcher.