Gesundheitsausgaben lagen 2025 weit über 500 Milliarden Euro2. April 2026 Die Ausgaben der Gesellschaft für Gesundheit steigen kontinuierlich. Symbolbild: bluedesign – stock.adobe.com In den vergangenen 30 Jahren haben sich die Ausgaben im Gesundheitswesen mehr als verdreifacht. Eine detaillierte Statistik zum Jahr 2024 zeigt, wo die Kosten am meisten stiegen. Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind im vergangenen Jahr einer Schätzung des Statistischen Bundesamts zufolge auf 579,5 Milliarden Euro gestiegen. Auf Basis bereits vorliegender und fortgeschriebener Werte gehe man von einem weiteren deutlichen Anstieg der Ausgaben um 7,7 Prozent aus, teilte die Behörde mit. Im Jahr davor waren die Ausgaben bereits um 7,6 Prozent auf 538,2 Milliarden Euro gestiegen. Pro Einwohnerin und Einwohner beliefen sich die Kosten 2024 auf 6.444 Euro. Seit 1994 haben sich die Gesundheitsausgaben mehr als verdreifacht, wie das Bundesamtmitteilt: Damals waren es noch 175,3 Milliarden Euro oder 2161 Euro je Einwohner. Stärkster Anstieg bei der Pflegeversicherung Detaillierte Zahlen liegen bisher für das Jahr 2024 vor. Im Vergleich zu 2023 verzeichnete die soziale Pflegeversicherung in dem Jahr mit 11,3 Prozent den stärksten Anstieg auf 64,7 Milliarden Euro. Größter Ausgabenträger war 2024 mit 55,9 Prozent Anteil die gesetzliche Krankenversicherung. Diese gab 300,8 Milliarden Euro aus, das waren 7,8 Prozent mehr. Die Ausgaben der privaten Krankenversicherung stiegen um 9,7 Prozent auf 44,8 Milliarden Euro. Zweitgrößter Ausgabenträger waren die privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck mit 12,1 Prozent Anteil, wie das Bundesamt mitteilt. Ihre Ausgaben stiegen um 5,4 Prozent auf 65 Milliarden Euro. Kosten stiegen in fast allen Bereichen Fast die Hälfte der Gesundheitsausgaben (48,2 Prozent) entfielen laut Bundesamt auf ambulante Einrichtungen wie Apotheken und Arztpraxen. Die Kosten stiegen den Angaben zufolge in fast allen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Hohe Zuwächse gab es den Angaben zufolge mit 11,6 Prozent bei pflegerischen Leistungen. Grund seien unter anderem höhere Personalkosten. Deutlich teurer waren auch Arzneimittel. Grund war unter anderem das Auslaufen des für 2023 einmalig angehobenen Herstellerrabatts für erstattungsfähige Arzneimittel, wie das Bundesamt mitteilt. (dpa)
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