Gesundheitspolitische Themen zurück auf die Tagesordnung geholt

SpiFa- Hauptgeschäftsführer Robert Schneider ist zufrieden mit dem diesjährigen Fachärztetag. Foto: Die Hoffotografen

Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) zieht ein positives Resümee zu seinem Fachärztetag 2022, der vom 31. März bis zum 1. April in Berlin und online stattfand. Die Ärzteschaft habe sich geschlossen und gesprächsbereit gezeigt.

Wie kann die “Worthülse Hybrid-DRG”, wie es die SpiFa sieht, mit Leben gefüllt werden, wann folgt die für Hausärzte geplante Entbudgetierung auch für Fachärztinnen und Fachärzte, wie kann das Wesen des freien Berufes Arzt wieder gestärkt werden und wann kommt die lang ersehnte GOÄ-Novelle? Das Themenspektrum des diesjährigen SpiFa-Fachärztetages wurde auch in diesem Jahr geprägt von den Hauptanliegen der Fachärzteschaft und einer klaren Botschaft an die Politik: Die großen dringend benötigten Reformvorhaben müssten endlich angegangen werden.

Dazu der SpiFa-Vorstandsvorsitzende Dr. Dirk Heinrich: “Selbstverständlich haben wir großes Verständnis dafür, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges auf unser Gesundheitssystem die Tagesordnung der Gesundheitspolitik dominieren. Aber gerade weil dem so ist, dürfen die strukturellen Reformvorhaben nicht vergessen werden. Die Ärzteschaft sowie das Fachpersonal in Medizin und Pflege ächzen spürbar unter der derzeitigen Belastung und müssen sich darauf einstellen, dass diese künftig noch größer wird, denn wir sehen gleichzeitig einem Mangel an Ärztinnen und Ärzten, MFAs und Pflegepersonal entgegen. Da ist dringend Handeln seitens der Politik und unseres Gesundheitsministers gefordert. Im Koalitionsvertrag sehen wir gute Ansätze, wir brauchen aber endlich konkrete Vorhaben.”

SpiFa-Hauptgeschäftsführer Robert Schneider zeigt sich zufrieden: “Wo derzeit die gesundheitspolitische Debatte fehlt, haben wir mit dem SpiFa-Fachärztetag einen wichtigen Akzent gesetzt und die großen gesundheitspolitischen Themen fernab von Corona-Krise und Ukraine-Krieg zurück auf die Tagesordnung geholt. Die Fachärztinnen und Fachärzte Deutschlands sind bereit, sich den kommenden Herausforderungen zu stellen und bei der Ausgestaltung der bevorstehenden Reformen mitzuwirken. Nun wird es Zeit, dass sich die Politik an die Arbeit macht.”

(SpiFa/ms)