Gezielter Gewichtsverlust senkt Mortalität bei postmenopausalen Frauen4. Juli 2025 © Viktor Koldunov – stock.adobe.com (Symbolbild) Bei postmenopausalen Frauen ist ein absichtlicher Gewichtsverlust, der mit einer Reduktion des Taillenumfangs einhergeht, mit einem signifikant geringeren Risiko für Gesamt-, krebsbedingte und kardiovaskuläre Mortalität assoziiert. Das zeigen die Ergebnisse einer prospektiven Kohortenstudie basierend auf Daten der Women’s Health Initiative Observational Study. Die Studie schloss 58.961 US-Frauen im Alter von 50–79 Jahren ein. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 18,6 Jahre; die Datenerhebung endete am 28. Februar 2023. Zu Studienbeginn lag das Durchschnittsalter bei 63,3 Jahren (SD 7,2), der mittlere Body-Mass-Index (BMI) bei 27,0 (SD 5,6) und der durchschnittliche Taillenumfang bei 84,1 cm (SD 13,0). Bis zum Studienende verstarben 29.183 Frauen (49,5%). Der absichtliche Gewichtsverlust wurde über Fragebögen erfasst. Verglichen mit einem stabilen Körpergewicht war ein absichtlicher Gewichtsverlust von ≥5 Pfund mit einem niedrigeren Risiko für Gesamtmortalität (HR 0,88; 95%-KI 0,86–0,90), krebsbedingte Mortalität (HR 0,87; 95%-KI 0,82–0,92), kardiovaskuläre Mortalität (HR 0,87; 95%-KI 0,83–0,91) und andere Todesursachen (HR 0,89; 95%-KI 0,86–0,92) assoziiert. Wurden die Angaben der Frauen zum absichtlichen Gewichtsverlust durch einen objektiv gemessenen Gewichtsverlust von ≥5% bestätigt, zeigte sich ein signifikanter Vorteil lediglich für die kardiovaskuläre Mortalität (HR 0,90; 95%-KI 0,81–0,99). Deutlicher waren die Effekte, wenn der berichtete Gewichtsverlust mit einer objektiv gemessenen Reduktion des Taillenumfangs einherging: In dieser Gruppe war das Risiko für Gesamtmortalität (HR 0,91; 95%-KI 0,86–0,95), krebsbedingte Mortalität (HR 0,85; 95%-KI 0,76–0,95) und kardiovaskuläre Mortalität (HR 0,79; 95%-KI 0,72–0,87) signifikant reduziert. Demgegenüber war unbeabsichtigter Gewichtsverlust oder eine unbeabsichtigte Reduktion des Taillenumfangs mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko in allen Gruppen assoziiert. Auch eine Gewichtszunahme oder eine Zunahme des Taillenumfangs ging mit höheren Mortalitätsraten einher. Die Autoren folgern, dass gezielte Maßnahmen zur Reduktion zentraler Adipositas – etwa durch angepasste Ernährung und Bewegung – einen wichtigen Beitrag zur Senkung der Mortalität bei postmenopausalen Frauen leisten können. Fazit In dieser Kohortenstudie war ein beabsichtigter Gewichtsverlust, der mit einer gemessenen Reduktion des Taillenumfangs einherging, mit einem geringeren Risiko für Gesamtmortalität, Krebsmortalität und kardiovaskuläre Mortalität assoziiert. Ernährungs- und Bewegungsmaßnahmen, die eine Verringerung der zentralen Adipositas fördern, sollten gefördert werden. (nec) Autoren: Hendryx M et al. Korrespondenz: Michael Hendryx; [email protected] Studie: Intentional Weight Loss, Waist Circumference Reduction, and Mortality Risk Among Postmenopausal Women Quelle: JAMA Netw Open 2025 Mar 3;8(3):e250609. Web: https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2025.0609
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