Ghana besiegt die Augenkrankheit Trachom3. September 2018 Trachom ist eine bakterielleEntzündung des Auges mit Chlamydia trachomatis. In Ghana gilt diese Erkrankung nun als eliminiert. Symbolbild: © Richard Villalon – Fotolia.com Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat kürzlich die Eliminierung der Augeninfektion Trachom im westafrikanischen Staat Ghana bestätigt. Dies teilte die Christoffel-Blindenmission (CBM) mit, die zur Bekämpfung dieser vermeidbaren Blindheitsursache beigetragen hat. „Dass Ghana als erstes afrikanisches Land Trachom besiegt hat, ist ein Meilenstein und ein Grund zu feiern – nicht nur für Ghana, sondern für den gesamten Kontinent“, erklärt Dr. Babar Qureshi, Direktor für vernachlässigte Tropenkrankheiten bei der CBM. „Wir gratulieren der ghanaischen Regierung zu diesem herausragenden Erfolg.“ Trachom führt laut CBM unbehandelt zum unwiderruflichen Verlust des Augenlichtes und ist eine der häufigsten Ursachen für vermeidbare Erblindungen weltweit. In Ghana sei die Krankheit lange Zeit ein großes Gesundheitsproblem gewesen: 2,8 Millionen Menschen waren laut Mitteilung in den 1990er-Jahren von einer Ansteckung bedroht. Zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen, um eine Verbreitung zu verhindern, gehöre vor allem eine bessere Hygiene durch sauberes Wasser und Toiletten. Behandelt werden könne die Infektion mit Antibiotika, im fortgeschrittenen Stadium würden Augenoperationen helfen. Schulungen und medizinische Außeneinsätze Die CBM war nach eigenen Angaben gemeinsam mit ihrem lokalen Partner in Ghana seit 1995 an der umfassenden Bekämpfung von Trachom beteiligt. So habe sie Dutzende Außeneinsätze in entlegenen und besonders betroffenen Landesteilen ermöglicht, um die Bevölkerung über wichtige Hygienemaßnahmen zu informieren und Operationen durchzuführen. Des Weiteren habe die CBM über ihren lokalen Partner Fachkräfte geschult und sei an einer Studie zur Massenverteilung von Antibiotika beteiligt gewesen – “bis heute eine zentrale Maßnahme im weltweiten Kampf gegen Trachom”, erklärt die CBM. Aktuell im Fokus: Äthiopien Trotz des Erfolges in Ghana, so betont die Entwicklungshilfeorganisation, bedrohe Trachom in vielen afrikanischen Ländern weiterhin das Augenlicht von Millionen Menschen. Besonders betroffen seien die Menschen in Äthiopien. Deswegen engagiere sich die CBM derzeit vor allem dort im Kampf gegen die Krankheit. Zu den von ihr geförderten Maßnahmen gehörten der Bau von Brunnen für die Versorgung mit sauberem Wasser, bessere Toiletten, Aufklärung über Hygiene, Verteilung von Medikamenten und Augenoperationen. Langfristiges Ziel sei, dass auch Äthiopien in Zukunft Trachom-frei sein werde. Quelle: Christoffel-Blindenmission (CBM): www.cbm.de
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