Gleichzeitige Radiochemotherapie bei N2-3-Nasopharynxkarzinom: Adjuvante Gabe von Cisplatin-Gemcitabin4. Januar 2024 Foto: Mark Kostich/stock.adobe.com Chinesischen Forschern zufolge ist die adjuvante Gabe von Cisplatin plus Gemcitabin (CG) und Cisplatin plus Fluorouracil (CF) nach gleichzeitiger Radiochemotherapie bei N2-3-Nasopharynxkarzinomen machbar. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die adjuvante Gabe von CG eingesetzt werden könnte, obwohl ein langfristiges Follow-up erforderlich ist, um das optimale therapeutische Verhältnis zu bestätigen. Die unverblindete Phase-III-Studie erfolgte an 4 Krebszentren in China. Teilnahmeberechtigt waren Patienten (18–65 Jahre) mit unbehandeltem, nichtkeratinisierendem Nasopharynxkarzinom im Stadium T1–4 N2–3 M0, einem ECOG-Status von 0–1 und ausreichender Knochenmark-, Leber- und Nierenfunktion. Geeignete Patienten wurden 1:1 randomisiert für eine gleichzeitige Behandlung mit Cisplatin (100 mg/m2 intravenös) an den Tagen 1, 22 und 43 der intensitätsmodulierten Strahlentherapie, gefolgt von entweder Gemcitabin (1 g/m2 intravenös an den Tagen 1 und 8) und Cisplatin (80 mg/m2 intravenös für 4 h an Tag 1) 1-mal alle 3 Wochen oder Fluorouracil (4 g/m2 in kontinuierlicher intravenöser Infusion für 96 h) und Cisplatin (80 mg/m2 intravenös für 4 h an Tag 1) 1-mal alle 4 Wochen, über 3 Zyklen. Von 30.10.2017–09.07.2020 konnte das Team 240 Patienten (medianes Alter 44 Jahre; IQR 36–52; 175 Männer [73 %], 65 Frauen [27 %]) für die CF-Gruppe (n=120) oder die CG-Gruppe (n=120) randomisieren. Am Datenstichtag (25.12.2022) betrug das mediane Follow-up 40 Monate (IQR 32–48). Das 3-Jahres-PFS lag bei 83,9 % (95 %-KI 75,9–89,4; 19 Progressionen, 11 Todesfälle) in der CG-Gruppe und 71,5 % (95 %-KI 62,5–78,7; 34 Progressionen, 7 Todesfälle) in der CF-Gruppe (stratifizierte HR 0,54, 95 %-KI 0,32–0,93; pLog-Rank=0,023). Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (UE) von Grad ≥3 unter der Therapie waren Leukopenie (61/117 [52 %] in der CG-Gruppe vs. 34/116 [29 %] in der CF-Gruppe; p=0,00039), Neutropenie (37 [32 %] vs. 19 [16 %]; p=0,010) und Mukositis (27 [23 %] vs. 32 [28 %]; p=0,43). Das häufigste späte UE von Grad ≥3 war Hörverlust (6 [5 %] vs. 10 [9 %]). Ein Patient in der CG-Gruppe (1 %) sei aufgrund therapiebedingter Komplikationen verstorben, ergänzt das Team um Dr. Li-Ting Liu vom Sun Yat-sen University Cancer Centre in Guangzhou, China. (sf)
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