Globale Inzidenz der Nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung2. Januar 2024 © Peakstock – stock.adobe.com (Symbolbild) Von einer Nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) sind weltweit etwa 30% der Menschen betroffen und die Zahl scheint zuzunehmen. Daten zur Schätzung der Inzidenzrate sind jedoch begrenzt. Gesundheitsexperten aus den USA haben nun eine Metaanalyse von Kohortenstudien mit Erwachsenen durchgeführt, die zu Beginn der jeweiligen Studie keine NAFLD hatten, um die globale Inzidenz der per Ultraschall diagnostizierten NAFLD zu ermitteln. Insgesamt wurden 63 infrage kommende Studien (1.201.807 Personen) ausgewertet. Diese stammten aus China/Hongkong (n=26), Südkorea (n=22), Japan (n=14) und anderen Ländern (Sri Lanka, Israel); 63,8% waren Studien an klinischen Zentren; 87% waren von guter Qualität. Von 1.201.807 Risikopersonen entwickelten 242.568 Personen eine NAFLD, mit einer Inzidenzrate von 4.612,8 (95%-KI 3931,5–5294,2) pro 100.000 Personenjahre (PJ) und keinen signifikanten Unterschieden nach Studiengröße (p=0,90) oder Studienumfeld (p=0,055). Die Inzidenz war bei Männern höher als bei Frauen (5943,8 vs. 3671,7; p=0,0013). Sowohl in der Gruppe der Adipösen (vs. Nichtadipöse) als auch in der Gruppe der Übergewichtigen/Adipösen (vs. Normalgewichtige) war die Wahrscheinlichkeit, an NAFLD zu erkranken, etwa 3-mal so hoch (8669,6 vs. 2963,9 bzw. 8416,6 vs. 3358,2; p für beide<0,0001). Weiterhin hatten Raucher eine höhere Inzidenz als Nichtraucher (8043,2 vs. 4689,7; p=0,046). Bei einer Meta-Regression, bei der das Studienjahr, das -umfeld und der -ort berücksichtigt wurden, waren der Zeitraum von 2010 oder später und das Umfeld mit einer höheren Inzidenz assoziiert (p=0,010 bzw. p=0,055). Nach Ländern betrachtet, war die NAFLD-Inzidenz in China höher als in Regionen außerhalb Chinas (p=0,012) und in Japan niedriger als in Regionen außerhalb Japans (p=0,005). Fazit Aus dieser Erhebung lässt sich schließen, dass die Inzidenz der NAFLD weiter steigt und derzeit auf 4613 neue Fälle pro 100.000 PJ geschätzt werden kann. Bei Männern und übergewichtigen/adipösen Personen sind die Inzidenzraten deutlich höher als bei Frauen und normalgewichtigen Personen. Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens zur Vorbeugung von NAFLD sind nach Überzeugung der Studienautoren nun erforderlich, wobei der Schwerpunkt auf Männern, übergewichtigen/adipösen Personen und Regionen mit höherem Risiko liegen sollte. (bi) Autoren: Le MH et al. Korrespondenz: Mindie H. Nguyen; [email protected] Studie: Global incidence of non-alcoholic fatty liver disease: A systematic review and meta-analysis of 63 studies and 1,201,807 persons Quelle: J Hepatol 2023;79(2):287–295. Web: https://doi.org/10.1016/j.jhep.2023.03.040
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