GLP-1-Rezeptoragonisten: Potenzieller Schutz vor Herzinsuffizienz bei Adipositas

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GLP-1-Rezeptoragonisten und Tirzepatid können bei Patienten mit kardiovaskulären oder chronischen Nierenerkrankungen das Risiko für Tod und weitere klinische Ereignisse senken. Bei adipösen Patienten deutet sich zudem ein möglicher Vorteil hinsichtlich herzinsuffizienzbedingter Hospitalisierungen an.

Herz-Kreislauf- und chronische Nierenerkrankungen (CKD) treten häufig gemeinsam auf. Adipositas und Typ-2-Diabetes (T2D) können den Verlauf dieser Erkrankungen maßgeblich verschlimmern. GLP-1-Rezeptoragonisten (GLP-1-RAs) und Tirzepatid können bei diesen Patienten nicht nur den Blutzucker stabilisieren und eine Gewichtsabnahme fördern, sondern auch positive Effekte auf Herz und Nieren haben. Doch wie wirken sie bei den verschiedenen metabolischen Phänotypen?

Mit dieser Frage hat sich ein chinesisches Forschungsteam der Southwest Medical University beschäftigt. Die Ergebnisse ihrer Studie wurden in der Fachzeitschrift „Metabolism: Clinical and Experimental“ veröffentlicht.

Potenziell weniger Krankenhausaufenthalte bei Adipositas

Für das systematische Review durchsuchten die Forschenden die Datenbanken PubMed, Embase, Web of Science und die Cochrane Library von Januar 2015 bis Juli 2025 nach randomisierten kontrollierten Studien, in denen GLP-1RAs oder Tirzepatid bei Personen mit kardiovaskulären oder Nierenerkrankungen mit Placebo verglichen wurden. Final nahmen sie 18 Studien mit insgesamt 97.800 Patien­ten in ihre Analyse auf und führten zusätzliche Subgruppenanalysen nach T2D- und Adipositas-­Status durch.

Eine Behandlung mit GLP-1-RAs senkte das Risiko für den Endpunkt signifikant (Relatives Risiko [RR] 0,88; 95 %-KI 0,84–0,91; p<0,001). Sowohl GLP-1-RAs als auch Tirzepatid reduzierten zudem das Risiko für Tod aufgrund jeglicher Ursache (RR 0,88; 95 %-KI 0,84–0,92; p<0,001) und Tod aufgrund kardiovaskulärer Ursachen (RR 0,88; 95 %-KI 0,83–0,93; p<0,001).

Obwohl der Gesamteffekt von GLP-1-RAs auf Krankenhausaufenthalte wegen Herzinsuffizienz statistisch nicht signifikant war (RR 0,92; 95 %-KI 0,78–1,08), wurde bei adipösen Patienten ein potenzieller Nutzen beobachtet (PInteraktion = 0,02). Dies rechtfertige nach Ansicht der Wissenschaftler weitere Untersuchungen. Hinsichtlich der Nebenwirkungen bestätigte sich ein günstiges Sicherheitsprofil. (jh)

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