glucohead 2020 geht an kreative Köpfe in der Diabetologie25. November 2020 (v.l.) Bernd Altpeter, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Diethelm Tschöpe, Prof. Dr. med. Stephan Martin bei der Preisverleihung am Weltdiabetestag 2020. Foto: Tobias Martin / HDZ NRW Das Bad Oeynhausener Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW) vergab den “glucohead 2020” am Weltdiabetestag an die Gründer von TeLIPro (Telemedizinisches Lebensstil-Interventions-Programm). Nicht Corona oder die Tatsache, dass TeLIPro ein vom Innovationsfonds gefördertes Projekt ist, hat zu der Entscheidung geführt, Professor Stephan Martin und Bernd Altpeter in diesem Jahr mit dem HDZ NRW-Preis „glucohead“ auszuzeichnen, sondern Wirksamkeit und Praxisrelevanz des telemedizinischen Versorgungskonzepts.TeLIPro sei ein Programm, das auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse in der Diabetologie gezeigt habe, dass Lifestyle-Modifikation mit modernen Instrumenten der Patientenführung kombiniert sowohl Outcome als auch Betreuungsparameter verbessern kann, leitete Professor Diethelm Tschöpe, Klinikdirektor des Diabeteszentrums im HDZ NRW, die Preisverleihung am 14. November in Düsseldorf ein. „Nachgewiesen wurde, dass die Verknüpfung von patientenseitigen Steuerinformationen mit webbasiertem Telecoaching zu besseren Betreuungsergebnissen führt als die herkömmliche Standardversorgung“, erklärte Tschöpe. Das allein sei für diesen Bereich zumindest hierzulande so überzeugend, dass man erwarten könne, in solchen Systematiken bald ein Stück näher in die Regelversorgung zu kommen.Die Diabetologie könnte mit der digitalen Transformation eines der ersten Fächer sein, das durch Adressieren einer großen Volkskrankheit gefördert und entsprechend vergütet wird. TeLIPro als Plattform bietet darüber hinaus das Potential, Patienten über Fach- und Sektorengrenzen hinweg, mit weiteren Krankheitsbildern, besonders multimorbide Menschen in einer Systematik gemeinsam zu betreuen.Die Gründer von TeLIPro Professor Stephan Martin und Bernd Altpeter freuten sich sehr über den Preis. Nicht nur, weil „glucohead“ in drei Jahren der Verleihung zum zweiten Mal nach Düsseldorf geht, wie Professor Stephan Martin betonte. Es sei vor allem eine große Ehre, für eine gemeinsame Idee ausgezeichnet zu werden, erklärten Martin und Altpeter. „Insbesondere bei der Wegstrecke, die wir seit 2013 hinter uns haben, ist so ein hochkarätiger Preis eine tolle Anerkennung für die Arbeit, die wir geleistet haben“, kommentierte Bernd Altpeter.„glucohead“ ist ein mit 2500 Euro dotierter Preis, der seit 2018 vom Herz- und Diabeteszentrum NRW für kreative Köpfe und innovative Konzepte in der Diabetologie vergeben wird. Mit dem Preis werden Personen ausgezeichnet, die hinter beispielhaften Projekten stehen und einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung der Diabetesversorgung leisten. Die Relevanz eines Projekts, der Nutzen für Patienten, Nachhaltigkeit, Evaluation, Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit sind Kriterien, um für den Preis nominiert zu werden.
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