Großer Erfolg: Europäischer Kongress der Kinderradiologen in Berlin26. Juli 2018 Kongresspräsident Prof. Franz Wolfgang Hirsch vom Universitätsklinikum Leipzig, Foto: © UKL Das Interesse an der European Society for Paediatric Radiology (ESPR)-Jahrestagung und dem davor stattfindenden 2-tägigen Weiterbildungs-Kurs war groß. Insgesamt 930 registrierte Teilnehmer trafen sich vom 18. bis 22. Juni in Berlin, um die neuesten Ergebnisse auf dem Gebiet der Kinderradiologie zu diskutieren und auch, um die begleitenden Weiterbildungsanteile wahrzunehmen. Doch nicht nur die absolute Teilnehmerzahl war ein Rekord: aus 64 Ländern kamen die Teilnehmer, also eine erfreuliche Akzeptanz auch in den außereuropäischen Kontinenten. Erstmalig wurden bei einer ESPR-Tagung neue Formate mit viel Interaktivität getestet, die offenbar gut von den Teilnehmern angenommen wurden. Dazu gehörten interaktive Anteile mit einer Voting-App, sowohl im Post Graduate Course als auch in den wissenschaftlichen Sessions. Die neu etablierten Keynote Lectures waren zentraler Teil der wissenschaftlichen Sitzungen, gehalten von den internationalen Größen der Kinderradiologie-Szene, wie James Barkovich, Edward Lee und Simon Robben. Durch deren akzentuierten Beginn und einer abschließenden interaktiven Falldiskussion am Ende der Sitzung gelang es, das Publikum auch während der umfangreichen wissenschaftlichen Vorträge im Auditorium zu behalten. Neu waren auch die Formate einer Quizz-Show von medizinischen Fällen (JEOPARDY!) und 2 Diskussionsrunden zum Wert des Lungenultraschalls sowie der künstlichen Intelligenz in der Kinderradiologie. Special Focus Sessions und Task Force Sessions rundeten das dreizügige Programm ab. Die Tagung wurde mit insgesamt 11 Stipendien der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie (GPR) an junge GPR-Mitglieder gefördert, die ihre Wissenschaftsergebnisse in Berlin vortrugen. 22 Stipendien wurden zudem von der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) vergeben, 30 Stipendien von der ESPR an junge Radiologen unter 35 Jahre. Über die Hälfte der Teilnehmer waren – z.T. deutlich- unter 40 Jahre alt. Ein großer Erfolg war auch das Networking-Programm, das unter dem Rahmenthema Roaring Twenties – die 20er Jahre in Berlin- stand. Während die Schweiz und Österreich ein traditionell enges Verhältnis zur ESPR pflegen, war die deutsche Kinderradiologie bisher bei Europäischen Kinderradiologie-Tagungen unterrepräsentiert. Aus Sicht der Kongressorganisatoren –der Kinderradiologie Leipzig und dem Kongresspräsidenten Franz Wolfgang Hirsch- wurde das Ziel erreicht, junge Mitglieder der Gesellschaft für Pädiatrische Radiologie (GPR) neu -oder noch enger- an die Europäische Gesellschaft für Kinderradiologie (ESPR) zu binden, um ihre Leistungen auch auf der europäischen Ebene sichtbar zu machen.
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