Gründungsvater des AMD-Netz: Prof. Heribert Meffert feiert 85. Geburtstag11. Mai 2022 Prof. Heribert Meffert: Foto: AMD-Netz e.V. Prof. Heribert Meffert, einer der Gründungsväter des AMD-Netz e.V., feiert am 11. Mai seinen 85. Geburtstag. Das medizinisch-soziale Netzwerk zur Verbesserung der Versorgung von AMD-Patienten blickt aus diesem Anlass auf die Anfänge im Jahr 2011 zurück. „Informieren – Vernetzen – Gestalten“ lautet das Motto des AMD-Netz. Seit 2011 setzt sich das Netzwerk mit unterschiedlichen Projekten und Leistungen für den Erhalt der Lebensqualität und die Belange AMD-Betroffener ein. Zu Ehren von Mitgründer Prof. Heribert Meffert, der am 11. Mai sein 85.lebensjahr vollendet, erinnert das AMD-Netz an die Zeit, in der alles seinen Anfang nahm: „Ich stand 2008 mit meiner Diagnose AMD, geographische Atrophie, erstmalig in meinem Leben vor der Tatsache, dass mir nicht geholfen werden kann. Da nützte mir auch mein ganzer wissenschaftlicher Hintergrund nicht – eine Therapie war nicht möglich, ein Sehverlust unvermeidbar.“ Diese Frustration verwandelte Meffert in Aktivität. Er recherchierte mit seinem wissenschaftlichen Team des von ihm gegründeten Marketing Center Münster über die Erkrankung, die Auswirkungen und Experten, die sich bereits mit AMD und deren Folgen beschäftigten. Schlussendlich fand er in Prof. Daniel Pauleikhoff einen Augenarzt in seiner Wahlheimat Münster, der ebenso dachte wie er selbst: Die Situation von AMD-Patienten ist verbesserungswürdig und man braucht Menschen, die sich darum kümmern. Nicht nur die medizinische Versorgung ist wichtig, auch die sozialen Aspekte der Erkrankung, wie zum Beispiel der Umgang mit dem Sehverlust, müssen mehr Beachtung finden. Die Idee für das AMD-Netz als medizinisch-wissenschaftliches Netzwerk war geboren. Doktorarbeiten zu den Themen „Lebensqualität von AMD-Betroffenen“ und „Gestaltung eines Netzwerkes“ bildeten die Grundlage für die Gründung des gemeinnützigen Vereins AMD-Netz im Jahr 2011, damals noch mit dem Zusatz NRW. Als Pilotprojekt konzipiert wollte man probieren, ob die Idee auch umsetzbar und tragfähig ist. Das war sie. Gemeinsam mit Kooperationspartnern, Sponsoren und Stiftungen wurden Instrumente für eine bessere Information und Patientenkommunikation erstellt, eine Webseite aufgesetzt, eine Beratungshotline eingerichtet, Forschungsprojekte initiiert und immer wieder neue potenzielle Partner angesprochen.Bis heute – das AMD-Netz ist inzwischen seit vielen Jahren bundesweit aktiv – hilft der Verein Ratsuchenden und deren Angehörigen auf vielfältige Weise. Meffert ist dankbar, dass die Idee Früchte getragen hat und stetig weiterwächst. Eine große Herausforderung allerdings gibt es von Anfang an: „Augenärztinnen und Augenärzte müssen mitmachen! Sie und ihr Praxisteam sind erste Ansprechpartner für die Betroffenen, auch für diejenigen, denen mit einer Therapie nicht geholfen werden kann. Umso wichtiger, dass diese Menschen bestmöglich informiert und beraten werden, auch zu ihrem Alltag mit einer Seheinschränkung.“ Und es gibt sie, die Engagierten, die beraten, die unterstützen, die auffangen: Selbsthilfe, Beratungsstellen, Rehabilitationslehrende. Man muss sie nur kennen. Eine Säule der Arbeit ist daher die Vernetzung der am Versorgungsprozess Beteiligten durch Veranstaltungen, Arbeitsgruppen und Forschungsprojekte. Meffert tritt im Mai 2022 nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit zuerst als Vorstands-, dann als Kuratoriumsvorsitzender von diesen Rollen zurück, wird dem AMD-Netz aber weiter beratend zur Seite stehen. Anlässlich seines 85. Geburtstages ruft er dazu auf, die gemeinnützige Initiative mit einer Spende zu bedenken. Nur mit finanzieller Unterstützung kann das Netzwerk auch weiterhin Betroffenen und deren Angehörigen zur Seite stehen.Spenden werden erbeten unter:AMD-Netz e. V.IBAN: DE43 4005 0150 0034 3447 54Sparkasse Münsterland-Ost Weitere Informationen unter: amd-netz.de
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