Grundlage für verbesserte bildgebende Diagnostik von Hirntumoren geschaffen4. Januar 2024 Bild: ©lexiconimages – stock.adobe.com Eine internationale Forschungsgruppe (RANO Group) hat nun unter Leitung der MedUni Wien und der LMU München erstmals internationale Kriterien zur standardisierten Bildgebung von Gliomen mittels Aminosäure-PET erstellt und in „The Lancet Oncology“ publiziert. Die RANO Gruppe hat unter der gemeinsamen Leitung des Onkologen Matthias Preusser von der Medizinischen Universität Wien und der Nuklearmedizinerin Nathalie Albert von der LMU München neue Kriterien zur Beurteilung des Therapieansprechens von diffusen Gliomen entwickelt. Von der MedUni Wien sind auch Tatjana-Traub Weidinger (Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin) und Maximilian Mair (Klinische Abteilung für Onkologie, Universitätsklinik für Innere Medizin I) an der Arbeit beteiligt. Die Response Assessment in Neuro-Oncology (RANO) Working Group hat unter der gemeinsamen Leitung des Onkologen Prof. Matthias Preusser von der Medizinischen Universität Wien und der Nuklearmedizinerin Prof. Nathalie Albert von der LMU München neue Kriterien zur Beurteilung des Therapieansprechens von diffusen Gliomen entwickelt. Von der MedUni Wien sind auch Tatjana-Traub Weidinger (Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin) und Maximilian Mair (Klinische Abteilung für Onkologie, Universitätsklinik für Innere Medizin I) an der Arbeit beteiligt. Die RANO-Gruppe hat Kriterien entwickelt, die die Bewertung des Behandlungserfolgs mittels Positronenemissionstomographie (PET) ermöglichen. „Diese PET-basierten Kriterien, genannt PET RANO 1.0, eröffnen neue Möglichkeiten zur standardisierten Beurteilung von diffusen Gliomen“, sagt Preusser. Erstmals vergleichbare Kriterien zum Interpretieren von PET-Bildern Bei der Diagnostik von diffusen Gliomen kommt die Aminosäure-PET zur Anwendung, deren Tracer auf Eiweißbasis (Aminosäuren) funktionieren und sich in Gehirntumoren anreichern. Nathalie Albert erklärt: „Die PET-Bildgebung mit radioaktiv markierten Aminosäuren hat sich in der Neuroonkologie als äußerst wertvoll erwiesen und ermöglicht eine zuverlässige Darstellung der Aktivität und Ausdehnung von Gliomen. Die Aminosäure-PET wird seit Jahren angewendet, aber bisher nicht strukturiert ausgewertet. Im Gegensatz zur MRT-basierten Diagnostik gab es bisher keine Kriterien zur Interpretation dieser PET-Bilder.“ „Diese neuen Kriterien werden es Forschenden, Medizinerinnen und Medizinern ermöglichen, PET in klinischen Studien und der klinischen Routine zu nutzen“, Matthias Preusser, „sie basieren auf Expertenkonsens und schaffen eine Grundlage für zukünftige Studien und den Vergleich von Behandlungen für verbesserte Therapien.“ Die RANO Working Group ist ein internationales, multidisziplinäres Konsortium zur Entwicklung neuer standardisierter Ansprechkriterien für klinische Studien bei Hirntumoren. Es handelt sich um eine Gruppe mit Fachleuten aus unterschiedlichen Fachrichtungen, welche seit mehr als zehn Jahren als Standardreferenz geltende Kriterien zur Beurteilung diverser klinische relevanter Aspekte entwickelt.
Mehr erfahren zu: "Prostatakrebs: Hormontherapie nach postoperativer Bestrahlung laut Metaanalyse meist ohne Nutzen" Prostatakrebs: Hormontherapie nach postoperativer Bestrahlung laut Metaanalyse meist ohne Nutzen Die Hinzunahme einer Hormontherapie zur postoperativen Strahlentherapie bei Prostatakrebspatienten mit einem PSA-Wert <0,5 ng/ml bietet keinen relevanten Überlebensvorteil. Dies ergibt eine Studie höchster Evidenz, die beim Genitourinary Cancers Symposium der […]
Mehr erfahren zu: "Potenzieller neuer Blutmarker für metastasierten Prostatakrebs" Potenzieller neuer Blutmarker für metastasierten Prostatakrebs Eine Dresdner Arbeitsgruppe hat gezeigt, dass die Matrix-Metalloproteinase 11 (MMP11) im Blut ein potenzieller Marker für Metastasierung und eine ungünstigere Prognose bei Prostatakrebspatienten ist, die mit lokaler Strahlentherapie behandelt werden.
Mehr erfahren zu: "NEJM-Studie: Neue Perspektive für die Therapie von Autoimmunerkrankungen" Weiterlesen nach Anmeldung NEJM-Studie: Neue Perspektive für die Therapie von Autoimmunerkrankungen Münchner Forscher haben erstmals gezeigt, dass bei der Kombination aus Immunthrombozytopenie (ITP) und Antiphospholipidsyndrom (APS) bispezifische Antikörper die zugrunde liegende Autoimmunreaktion gezielt ausschalten können.