Grundstein für das Centrum für Familiengesundheit am Uniklinikum Köln gelegt

v. l.: Prof. Jörg Dötsch, Ina Brandes, Ina Brandes MdL, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, und Prof. Edgar Schömig. (Foto: Michael Wodak/Uniklinik Köln)

Auf dem Campus der Uniklinik Köln ist der Grundstein für das Centrum für Familiengesundheit (CEFAM) gelegt worden. Der geplante Gebäudekomplex schafft Versorgungsstrukturen für Frauen, Kinder und Jugendliche sowie Früh- und Neugeborene und wird künftig auch die Zentrale Notaufnahme sowie erweiterte Operationskapazitäten beherbergen.

„Mit der Grundsteinlegung für das Centrum für Familiengesundheit nimmt ein zentraler Baustein unseres baulichen Masterplans weiter konkrete Gestalt an. Das CEFAM ist das aktuell größte Bauprojekt auf unserem Campus und ein echter Quantensprung für unsere Infrastruktur. Durch die räumliche Bündelung von Notfall- und OP-Kapazitäten mit spezialisierten Pflegestationen und den Einsatz digitaler Planungsmethoden wie dem Building Information Modeling optimieren wir die Krankenversorgung sowie die betrieblichen Abläufe nachhaltig“, erklärte Prof. Edgar Schömig, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor der Uniklinik Köln, beim Festakt.

Der Neubau umfasst 264 Betten inklusive Rooming-in-Möglichkeiten für Eltern, sechs Kreißsäle mit zwei unmittelbar angegliederten Sectio-OP-Sälen sowie eine gemeinsame Station für Geburtsmedizin und Neonatologie. Darüber hinaus entsteht ein zentraler Operationsbereich mit acht Sälen sowie ein zusätzlicher septischer Operationssaal. Die neue Zentrale Notaufnahme wird direkt an das Zentralklinikum angebunden und ermöglicht damit kurze Wege zu Diagnostik und Behandlung.

Über ein Verbindungsbauwerk werden die neuen OP-Bereiche an die bestehende Infrastruktur angeschlossen und künftig über eine gemeinsame Magistrale mit den weiteren OP-Kapazitäten der Uniklinik Köln vernetzt. Ein neu gestalteter Eingangsbereich an der Kerpener Straße sowie zusätzliche Grün- und Aufenthaltsflächen verbessern die Orientierung auf dem Campus und tragen zugleich zu dessen städtebaulicher Weiterentwicklung bei.

„Das CEFAM vereint die Frauenheilkunde, Geburts-, Kinder- und Jugendmedizin unter einem Dach, um Eltern von Anfang an eng in die Behandlung ihrer Kinder einzubinden. Mit 264 Betten, modernen Rooming-in-Möglichkeiten und einer gemeinsamen Station für Geburtsmedizin und Neonatologie schaffen wir ideale Voraussetzungen – insbesondere für die hochspezialisierte Betreuung von Risikoschwangerschaften und Frühgeborenen. Das neue Gebäude verbindet erstklassige Medizin mit einer familienfreundlichen Versorgungs- und Betreuungsinfrastruktur, die weit über reine Raumkonzepte hinausgeht und auch psychosoziale Hilfen sowie Lotsendienste umfasst“, erklärte Prof. Jörg Dötsch, Direktor der Kinder- und Jugendmedizin und Sprecher des CEFAM an der Uniklinik Köln.

Die Inbetriebnahme der neuen Zentralen Notaufnahme ist für das vierte Quartal 2031 vorgesehen. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts soll im ersten Quartal 2033 erfolgen. Das Land Nordrhein-Westfalen investiert rund 748 Millionen Euro in Bau und Ersteinrichtung des CEFAM.