Guter Rat im Doppelpack23. Juli 2020 Titelcover der Ratgeber (Quelle: Eurocom) Die Europäische Herstellervereinigung für Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel (Eurocom) hat ihre beiden Ratgeber „Beinamputation – wie geht es weiter?“ und „Recht und Anspruch bei der Prothesenversorgung“ vollständig aktualisiert neu herausgebracht. Im Umfeld einer Amputation entstehen vor allem Fragen; zum Verlust, zur Rehabilitation aber auch zu den rechtlichen Aspekten der Prothesenversorgung. Antworten auf die drängendsten Fragen will die Vereinigung Eurocom mit den beiden aktualisierten Ratgebern geben, die in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation und dem Sozialrechtsexperten Jörg Hackstein entstanden sind. Im Folgenden eine Kurzzusammenfassung der Ratgeber durch Eurocom: Beinamputation – wie geht es weiter? Erstmals vor zwölf Jahren erschienen, hat der Ratgeber seitdem zahlreichen Menschen Hilfe geleistet. Auch die Neufassung möchte vor allem eines: Menschen ermutigen, sich als mündige Klienten aktiv in ihren Genesungsprozess einzubringen und selbst mitzuentscheiden, welche Rehabilitation und welche Prothesenversorgung die persönlich Richtige ist. Betroffene und ihre Angehörigen erfahren hier, welche Amputationsarten es gibt, wie es nach einer Amputation weitergeht, wie die Rehabilitation ablaufen sollte, welche Prothesen und Passteile für eine Versorgung in Frage kommen. Informationen zur Bewältigung des Alltags und Erfahrungsberichte von Menschen, die ihr Leben mit Prothese meistern, zeigen Perspektiven auf. Der umfassende Serviceteil mit Kontaktdaten der Rehakliniken und Selbsthilfegruppen runden den Ratgeber als praktischen Begleiter ab. Recht und Anspruch bei der Prothesenversorgung Die Prothesenversorgung hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert. Der medizintechnische Fortschritt setzt höhere Standards und steht damit im Spannungsfeld mit dem zunehmenden Kostendruck im Gesundheitswesen. Die Folgen tragen die Patienten. Versorgungsprozesse ziehen sich unnötig in die Länge, weil Anträge meistens nicht auf Anhieb genehmigt werden. Zur Realität der Antragsbearbeitung gehört auch, dass Versicherungen unter Bezugnahme auf entstehende Kosten einen geringeren Versorgungsstandard als ausreichend darstellen, Zuständigkeiten ignoriert und Fristen nicht eingehalten werden. Für viele Versicherte ist dieses Prozedere undurchsichtig. Deshalb beantwortet der Ratgeber allgemeinverständlich und praxisnah die wichtigsten juristischen Fragen, mit denen sich Betroffene und ihre Angehörigen sowie Ärzte und versorgende Orthopädietechniker konfrontiert sehen. Dabei geht er auf die rechtlichen Grundlagen der Prothesenversorgung ebenso ein wie auf den individuellen Versorgungsanspruch der gesetzlich Versicherten. Besonders ausführlich wird dabei das Antrags- und Widerspruchsverfahren sowie der Klageweg in der Sozialgerichtsbarkeit behandelt. Die Ratgeber „Beinamputation – wie geht es weiter?“ und „Recht und Anspruch bei der Prothesenversorgung“ können auf der eurocom-Website kostenlos bestellt werden und stehen dort auch zum Download bereit.
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