Gutes Sehen im Straßenverkehr: Viele Autofahrer bemerken schleichenden Sehverlust nicht17. Dezember 2018 Vor allem im Herbst und Winter – bei Dunkelheit und Nässe – ist ein gutes Sehvermögen ein wichtiger Sicherheitsfaktor im Straßenverkehr. Foto: © vvoe – Fotolia.com Der Berufsverband der Augenärzte Deutschland (BVA) rät insbesondere Fahrern ab dem 40. Lebensjahr, ihr Sehvermögen und die Gesundheit der Augen regelmäßig beim Augenarzt überprüfen zu lassen. Viele Verkehrsteilnehmer überschätzen das eigene Sehvermögen. Den Sehtest für den Führerschein hat man vor Jahrzehnten ja locker bestanden und man sieht doch alles noch gut genug – das glaubt man zumindest. Nicht selten ist das eine optimistische Selbsttäuschung, weiß BVA-Pressesprecher Dr. Ludger Wollring. Gutes Sehen ist eine wesentliche Voraussetzung, um sicher am Straßenverkehr teilnehmen zu können. Dabei spielen ganz verschiedene Sehfunktionen eine Rolle: Eine gute Sehschärfe macht es möglich, auch auf größere Entfernungen Hinweisschilder zu erkennen. Ob sich von der Seite her jemand nähert, bemerkt man nur mit einem intakten Gesichtsfeld. Und Dämmerungssehen sowie Blendempfindlichkeit werden wichtig, sobald das Tageslicht schwindet. Wie Wollring aus mehreren Feldstudien weiß, sind sich Autofahrer häufig selbst nicht darüber im Klaren, dass sie schlecht sehen. Bei den Stichproben habe sich gezeigt: Etwa jeder dritte Autofahrer, der freiwillig an einer Testaktion an einer Autobahnraststätte teilnahm, sah nicht gut genug, um sicher Auto zu fahren. Bei den einen haperte es mit der Sehschärfe, die anderen bekamen bei schlechten Lichtverhältnissen Probleme, wieder andere wiesen eine unzureichend korrigierte Fehlsichtigkeit und zugleich ein schlechtes Dämmerungssehen auf. Sehen verändert sich schleichend Alle Sehfunktionen, die für die Teilnahme am Straßenverkehr wichtig sind, verändern sich ganz allmählich mit zunehmendem Alter. Diese schleichende Veränderung wird in aller Regel nicht wahrgenommen. Deshalb rät der BVA allen Menschen ab dem Alter von 40 Jahren, ihr Sehvermögen und die Gesundheit der Augen prüfen zu lassen. Bei einer solchen Untersuchung prüft der Augenarzt zudem, ob erste Anzeichen für eine Augenkrankheit zu erkennen sind. Denn mit zunehmendem Alter steigt das Risiko für die häufigsten Augenkrankheiten – das Glaukom, die AMD und die Katarakt. Die folgenden Untersuchungen, so der Berufsverband, können dabei sinnvoll sein: eingehende augenärztliche Untersuchung des Auges an der Spaltlampe Prüfung der Tagessehschärfe Prüfung der Augenstellung und Augenbeweglichkeit Gesichtsfelduntersuchung Prüfung des Dämmerungssehens und der Blendempfindlichkeit Prüfung der Sehschärfe bei schwacher Beleuchtung mikroskopische Untersuchung der Augen “Die Untersuchungsergebnisse fließen dann in ein Beratungsgespräch ein, in dem der Augenarzt erläutert, welche Einschränkungen eventuell gegeben sind, ob und wie sich diese beheben oder korrigieren lassen”, betont der BVA und versichert: “Die Empfehlungen erfolgen unter dem Schutz der ärztlichen Schweigepflicht.” Dieser Augenarzt-Check für Verkehrsteilnehmer ist laut Mitteilung des Berufsverbandes eine Individuelle Gesundheitsleitung (IGeL), deren Kosten die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernehmen. Quelle: BVA
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