Hamburger Westklinikum setzt Harnstein-Roboter ein1. Juni 2021 Thorsten Bach, Chefarzt der Urologie am Asklepios Westklinikum Hamburg. Foto: Bach Für Patienten mit Nierensteinen bietet die Urologie im Westklinikum Hamburg jetzt ein roboterassistiertes Operationsverfahren an. Das sogenannte Avicenna Roboflex-System ermögliche eine besonders schonende und effektive Therapie, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Klinikkonzerns Asklepios, zu dem das Klinikum im Hamburger Stadtteil Rissen gehört. Der Zugang erfolgt endoskopisch über die Harnröhre (“Harnleiterspiegelung”), wobei der Operateur von einer Konsole aus und vom Roboter unterstützt navigiert und die Steine per Laser zertrümmert. “Mit dem Avicenna Roboflex wird die operative Steintherapie auf ein neues Niveau gehoben”, ist Prof. Thorsten Bach, Chefarzt der Urologie am Asklepios Westklinikum Hamburg, überzeugt. “Durch die robotergesteuerte Steintherapie können wir vor allem in Kombination mit unseren modernen Lasersystemen auch sehr große oder komplexe Steinsituationen effektiv und schonend behandeln. Hierbei setzen wir auf natürliche Körperöffnungen, bleiben minimalinvasiv. Zusätzliche Einschnitte sind nicht mehr notwendig”, sagt Bach. Ein Zugang von außen durch die Haut zur Niere, wie er jahrzehntelang Standard in der Therapie großer Steine war, sei dank des Robotersystems nur noch sehr selten notwendig. Dank einer integrierten Kamera seien während des Eingriffs zudem weniger Röntgenkontrollen nötig, wodurch die Strahlenbelastung für Patienten und Ärzte sinke. Ein weiterer Vorteil besteht laut der Mitteilung für den Operateur selbst, denn dieser sitzt an einer externen Konsole, während das Robotersystem seine Bewegungen präzise auf die Instrumente überträgt. “Ein entspannter Operateur ist ein guter Operateur – und das ist gut für den Patienten”, so Bach. “Der postoperative Krankenhausaufenthalt dauert bei dieser Methode in der Regel nur zwei bis drei Tage, Kosten entstehen für den Patienten natürlich nicht”, ergänzt er. (Asklepios/ms)
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