Handekzem: Deutlicher Anstieg in der COVID-19-Pandemie

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Eine elementare Grundregel zur Infektionsvermeidung in der vorherrschenden COVID-19-Pandemie beinhaltet häufiges Waschen der Hände und/oder deren Desinfektion. Seit Ausbruch der Pandemie hätten sich die Maßnahmen zur Handhygiene in der Allgemeinbevölkerung und bei Beschäftigten des Gesundheitswesens erheblich verbessert, schreiben die Autoren einer aktuellen Studie, mit dem Nebeneffekt, dass die Prävalenz von irritativen Handekzemen deutlich angestiegen ist.

Die Autoren der Beobachtungsstudie evaluierten mittels Fragebögen die Prävalenz von Hand­ekzemen und deren Symptome sowie die Hygienemaßnahmen und Pflegekonzepte bei im Gesundheitswesen Beschäftigten. Erfragt wurden die Hygiene- und Hautpflegegewohnheiten sowie eventuelle Symptome des irritativen Handekzems vor und während der SARS-CoV-2-Pandemie bei 66 Krankenschwestern und Ärzten der dermatologischen Abteilungen an 4 deutschen Kliniken.

Händewaschen und Händedesinfektion nahmen laut der Untersuchung während der COVID-19-Pandemie deutlich zu, wobei 33% der Teilnehmer über ein selbst diagnostiziertes Handekzem mit einer mittleren Dauer von 14 Tagen berichteten. Die Mehrheit der Mitarbeiter, die gegenwärtig von einem Handekzem betroffen ist, war noch einen Monat zuvor ekzemfrei (82%). Die betroffenen Mitarbeiter würden nach eigenem Bekunden ihren Hautzustand mit Emollienzien behandeln (77%).

Ein Großteil der Befragten (66,1%) berichtete von Erythem, Schuppung, Brennen und Rissen in der Haut. Diese Symptome wurden als die vorherrschenden Anzeichen für eine toxisch-irritative Handdermatitis und nicht die einer Kontaktallergie eingestuft.

Fazit
Insgesamt hat die SARS-CoV-2-Pandemie zu einer signifikanten Zunahme der Anzeichen eines irritativen Handekzems geführt, obwohl es gleichzeitig zu einer verstärkten Anwendung von Emollienzien als Präventivmaßnahme kam. Das Bewusstsein für die Prävalenz von Handekzemen bei Beschäftigten des Gesundheitswesens während der COVID-19-Pandemie sollte nach Ansicht der Autoren geschärft werden und die Präventionsmaßnahmen sollten intensiviert werden. (am)

Autoren: Reinholz M et al.
Korrespondenz: Markus Reinholz; [email protected]
Studie: Increased prevalence of irritant hand eczema in health care workers in a dermatological clinic due to increased hygiene measures during the SARS-CoV-2 pandemic
Quelle: Eur J Dermatol 2021 Jun 1;31(3):392–395.
Web: https://doi.org/10.1684/ejd.2021.4046