Hartmannbund: Ärzteschaft zu erhöhter Innovationsbereitschaft aufgefordert – Verlustängste seien unbegründet20. November 2017 Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Dr. Klaus Reinhardt, hat Ärzte zu mehr Selbstbewusstsein mit Blick auf ihre künftige Rolle im Gesundheitswesen aufgerufen und zugleich vor unbegründeten Verlustängsten gewarnt. Weder die fortschreitende Digitalisierung, noch die Implementierung neuer Gesundheitsberufe werde etwas an der zentralen Rolle des Arztes mit Blick auf Anamnese, Diagnose und Therapie ändern, betonte er auf der Hauptversammlung des Hartmannbundes in Berlin. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass sich die Ärzteschaft verstärkt mit eigenen Konzepten und in kritisch-konstruktivem Dialog mit Politik, Selbstverwaltung und Kostenträgern den Herausforderungen der Zukunft stelle. „Hier ist ein noch höheres Maß an Innovationswillen der Ärzteschaft erforderlich“, sagte Reinhardt. Er appellierte an die Kollegen, sich „fit zu machen für die Zukunft“. Dabei sei unter anderem auch die Frage zu beantworten, in welchen Strukturen Ärztinnen und Ärzte – vor allem mit Blick auf eine intelligente Verzahnung der unterschiedlichen Versorgungsebenen – in Zukunft arbeiten wollten und könnten. Von zentraler Bedeutung sei es daneben, die rasant fortschreitende Digitalisierung zum Nutzen von Ärzten und Patienten optimal einzusetzen und die Zusammenarbeit mit den Partnern in neuen Gesundheitsberufen so zu organisieren, dass die Qualität der Versorgung weiterhin in vollem Maße gewährleistet sei. Reinhardt: „Diese Fragen müsse vor allem unter der Prämisse beantwortet werden, dass sie nicht in erster Linie unter dem Aspekt der Kostenreduzierung diskutiert werde“. Mit der Frage der vor diesem Hintergrund anstehenden Herausforderungen hatten sich die Delegierten der Versammlung zuvor bereits intensiv auseinandergesetzt. Unter dem Motto „Wer versorgt uns morgen? – Schlaglichter auf (neue) Strukturen und Akteure“ diskutierten Experten aus Theorie und Praxis über Perspektiven neuer interdisziplinärer und intersektoraler Versorgungsmodelle und Chancen und Auswirkungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Intensiv setzten sie sich auch mit der Bedeutung neuer Gesundheitsberufe und deren künftiger Rolle in der Versorgung auseinander. Zum Abschluss der Hauptversammlung standen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. An der Spitze des siebenköpfigen Gremiums steht weiterhin Reinhardt. Die Delegierten der Hauptversammlung bestätigten den 57jährigen Hausarzt aus Bielefeld im Amt. Zum neuen Stellvertreter wurde Dr. Stefan Schröter, Klinikarzt aus Nordrhein, gewählt – bereits bisher Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes. Neben „alten Gesichtern“ – Klaus Rinkel und Dr. Thomas Lipp erhielten ebenfalls das Votum der Versammlung – gab es aber auch Veränderungen. So wurden Wolfgang Gradel aus Passau, Prof. Anke Lesinski-Schiedat aus Hannover und Theodor Uden, ebenfalls aus Hannover, neu in den Vorstand gewählt. Die korporativen Mitgliedsverbände des Hartmannbundes werden durch Dr. Thomas Ems im Vorstand vertreten. Die Resolutionen der Hauptversammlung des Hartmannbundes finden Sie unter: www.hartmannbund.de/resolutionen
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