Hausstaub-Endotoxine und belastete Außenluft bei Asthma16. Januar 2020 © torwaiphoto – stock.adobe.com In einer aktuellen Studie war eine gleichzeitige Exposition gegenüber erhöhten Konzentrationen von Endotoxinen in der Wohnumgebung sowie von erhöhtem Feinstaub (PM2,5) in der Umgebungsluft bei allen Teilnehmern und gegenüber Stickstoffdioxid bei Kindern synergistisch mit einer Zunahme von Besuchen in der Notaufnahmen wegen Asthma assoziiert. Somit sei davon auszugehen, dass eine Reduktion sowohl von Endotoxinen als auch der Belastung der Außenluft zur Minderung der Asthmamorbidität beitragen könne, schreiben die Studienautoren. Die Wissenschaftler hatten Daten von 6488 Teilnehmern des US-amerikanischen National Health and Nutrition Examination Survey für die Jahre 2005-2006 analysiert. Staub aus Bettwäsche und vom Boden wurden auf den Endotoxingehalt hin untersucht. Daten des Community Multiscale Air Quality Modeling System (CMAQ) und des Downscaler-Modells wurden verwendet, um die jährlichen durchschnittlichen Emissionen von PM2,5, Ozon (O3) und das Stickstoffdioxid in den jeweiligen Wohngebieten der Teilnehmer zu bestimmen. Die Assoziationen der Expositionen mit den Asthma-Outcomes der Probanden wurden bewertet und auf synergistische Wechselwirkungen hin getestet. In der adjustierten Analyse waren PM2,5 (CMAQ; OR 1,12; 95%-KI 1,07–1,18), O3 (Downscaler-Modell; OR 1,07; 95%-KI 1,02–1,13) und log10+ Stickstoffdioxid (CMAQ; OR 3,15; 95%-KI 1,33–7,45) positiv mit einer Versorgung in der Notaufnahme wegen Asthma in den vorangegangenen 12 Monaten assoziiert. Die gleichzeitige Exposition gegenüber erhöhten Konzentrationen von Hausstaub-Endotoxin und PM2,5 (CMAQ) war synergistisch mit dem Outcome verbunden und erhöhte die Odds um das 5-Fache (OR 5,01; 95%-KI 2,54–9,87). Eine synergistische Assoziation wurde auch für die gleichzeitige Exposition gegenüber höheren Konzentrationen von Endotoxin und Stickstoffdioxid bei Kindern gefunden (OR 3,45; 95%-KI 1,65–7,18). Fazit Die gleichzeitige Exposition gegenüber erhöhten Konzentrationen von Endotoxin in Wohngebieten und in der Umgebungsluft bei allen Teilnehmern und Stickstoffdioxid bei Kindern ist synergistisch mit erhöhten Notaufnahmen wegen Asthma verbunden. (ac) Autoren: Mendy A et al. Korrespondenz: Peter S. Thorne; [email protected] Studie: Synergistic Association of House Endotoxin Exposure and Ambient Air Pollution with Asthma Outcomes Quelle: Am J Respir Crit Care Med 2019;200:712–720. Web: https://doi.org/10.1164/rccm.201809-1733OC