Heidegger-Pircher erhält C.E. Alken-Preis für Forschung zur Prostatakrebs-Mikroumgebung

Isabel Heidegger-Pircher. Foto: Heidegger-Pircher

Prof. Isabel Heidegger-Pircher von der Klinik für Urologie an der Medizinischen Universität Innsbruck (Österreich) ist für ihre Forschungsarbeit zu neuen Therapietargets beim Prostatakarzinom mit dem C. E. Alken-Preis ausgezeichnet worden. 

Wie die Universität auf ihrer Website mitteilt, erhält die Forscherin den Preis für die Arbeit “Comprehensive characterization of the prostate tumor microenvironment identifies CXCR4/CXCL12 crosstalk as a novel antiangiogenic therapeutic target in prostate cancer”, die im Fachjournal “Molecular Cancer” veröffentlicht wurde. Heidegger-Pircher und ihre Kollegen erforschen die Mikroumgebung von Prostatatumoren. In ihrer Arbeit stellten sie eine mögliche neue Zielstruktur für antiangiogenetische Prostatakrebstherapien vor, nämlich das CXC-Motiv-Chemokin 12 (CXCL12).

Heidegger-Pircher ist seit Ende 2021 Professorin für „Translationale Prostatkarzinomtherapie-Forschung“ an der Medizinischen Universität Innsbruck. Für ihre Forschungsergebnisse erhielt sie beim 74. DGU-Kongress im September in Hamburg bereits den Maximilian Nitze-Preis, die höchste wissenschaftliche Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Urologie. 

Der mit 10.000 SFr dotierte C. E. Alken-Preis wird an Personen verliehen, die einen wesentlichen wissenschaftlichen Beitrag zur Urologie geleistet haben. Er wird von der C. E. Alken-Stiftung verliehen, die 1975 von drei deutschen und zwei Schweizer urologischen Hochschullehrern gegründet wurde. Sie erinntert an Prof. Carl Erich Alken, den Nestor der deutschen Urologie. Alken wurde 1948 auf den ersten Lehrstuhl für Urologie im deutschsprachigen Raum an der Universität des Saarlandes, damals noch französisches Protektorat, berufen und gründete unter anderem die Zeitschrift “Der Urologe”.

(ms)