Heißgetränke erhöhen Risiko für Speiseröhrenkrebs5. August 2025 © Thitiwat.Day – stock.adobe.com (Symbolbild) Heißer bis sehr heißer Tee oder Kaffee bekommen der Speiseröhre offenbar nicht so gut, wie eine britische Studie zeigt. Vergleichbar mit dem Konsum der traditionell sehr heiß getrunkenen Teesorte Maté in Südamerika steigern auch schwarzer Tee und Kaffee das Risko für Plattenepithelkarzinome des Ösophagus (ESCC). Für seine Studie hatte das Team um Dr. Maki Inoue-Choi vom National Cancer Institute in Bethesda, USA, den täglichen Konsum und die bevorzugte Temperatur von Heißgetränken (Tee und Kaffee) in Bezug auf das Auftreten von ESCC (n=242) und Adenokarzinomen (EAC; n=710) bei 454.796 Erwachsenen in der britischen Biobank untersucht. HRs und 95%-KIs wurden mittels multivariabler Cox-Regression (Proportional Hazards) geschätzt. Im Vergleich zu jenen, die weder Kaffee noch Tee oder höchstens warm tranken (Referenzgruppe), war der Konsum von ≥4–6 Tassen heißer Getränke pro Tag (HR 1,97; 95%-KI 1,14–3,38) mit einem höheren ESCC-Risiko verbunden; die HRs stiegen mit zunehmender täglicher Aufnahme heißer Getränke (PTrend<0,01). Als noch höher beschreiben die Autoren das ESCC-Risiko für diejenigen, die sehr heiße Getränke tranken: So ging der Konsum von ≤4 Tassen pro Tag mit einem 2,5-fach höheren Risiko einher (HR 2,52; 95 %-KI 1,27–5,03). Mit zunehmender täglicher Aufnahme sehr heißer Getränke stieg dieses Risiko noch (PTrend<0,01). Einen eindeutigen Zusammenhang mit EAC konnten die Wissenschaftler hingegen nicht feststellen. Fazit Die Ergebnisse liefern neue Evidenz dafür, dass der Konsum von heißen oder sehr heißen Getränken einen Risikofaktor für das Plattenepithelkarzinom der Speiseröhre darstellt. (sf) Autoren: Inoue-Choi M et al. Korrespondenz: Maki Inoue-Choi; [email protected] Studie: Hot beverage intake and oesophageal cancer in the UK Biobank: prospective cohort Study Quelle: Br J Cancer 2025;132(7):652–659. Web: https://doi.org/10.1038/s41416-025-02953-2
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