Hemophilia Comprehensive Care Center am Uniklinikum Leipzig15. März 2024 Das Hämophilie-Zentrum am UKL gehört nach seiner Zertifizierung zu einem Kreis von wenigen Einrichtungen in Deutschland, denen diese Qualitätsstufe bescheinigt werden konnte. Prof. Sirak Petros (Mi.), die Oberärzte Dr. Christian Pfrepper (2.v.l.) und Dr. Lars Fischer (re.) sowie die Ambulanzschwestern sind zurecht stolz auf das Erreichte. Foto: Stefan Straube / UKL Das „Zentrum für Hämostaseologie/Hämophilie-Zentrum“ des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) ist als Hemophilia Comprehensive Care Center (HCCC) zertifiziert worden. Damit bestätigte die Gesellschaft für Thrombose und Hämostaseforschung die überdurchschnittlich hohe Qualität der von Prof. Sirak Petros, Facharzt für Innere Medizin, Internistische Intensivmedizin und Hämostaseologie am UKL, geleiteten Einrichtung, die Patienten mit Gerinnungsstörungen des Blutes eine auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Diagnostik und Therapie durch ein interdisziplinär arbeitendes Team von Spezialisten bietet. Mit diesem Angebot reiht sich das Zentrum für Hämostaseologie / Hämophilie-Zentrum des UKL in einen Kreis von lediglich 15 solcher Zentren in Deutschland ein. 24-Stunden-Erreichbarkeit, ein Notfalldepot an Gerinnungsfaktoren und jede Menge Erfahrung in der Diagnostik und Therapie von Patienten mit unterschiedlich schweren Störungen der Blutgerinnung – es gibt gute Gründe, warum sich Menschen mit Hämophilie in einem HCCC-zertifizierten Zentrum behandeln lassen sollten. Mit dem Zentrum für Hämostaseologie/Hämophilie-Zentrum des UKL haben sie nun eine weitere dieser hochspezialisierten, in Deutschland aber eher rar gesäten Anlaufstellen – noch dazu eine, die neben Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche betreut. “Durch die Anerkennung als Hemophilia Comprehensive Care Center können wir unsere Patient:innen – egal welchen Alters – noch intensiver behandeln,” sagen Oberarzt PD Dr. Christian Pfrepper, der die Gerinnungsambulanz der Erwachsenen leitet, und Oberarzt Dr. Lars Fischer, Leiter der Hämostasologie für Kinder und Jugendliche. “Denn genau das erfordert jede Art von Hämophilie: Eine intensive Behandlung.” Für das Team heißt das, ausführliche Gespräche mit den betroffenen Patienten und oft auch deren Angehörigen zu führen, Diagnosen zu stellen und dazu passende Behandlungspläne zu entwickeln – in Absprache mit den involvierten Fachdisziplinen. “Wichtig ist dabei insbesondere die enge Zusammenarbeit zwischen den Bereichen für Kinder und Jugendliche einerseits und für Erwachsene andererseits, um auch den jungen Erwachsenen einen reibungslosen Übergang in die Erwachsenenmedizin zu ermöglichen.” Das Zertifikat helfe, die Kosten hierfür zu decken, so Oberarzt Pfrepper, “als HCCC können wir Versorgungsverträge mit den Krankenkassen schließen und daraus Zusatzerlöse generieren.” Das Hämophilie-Zentrum am UKL hat eine lange Tradition. Es wurde bereits in den 1960er Jahren gegründet, um die Versorgung betroffener Patienten zu optimieren. Im Jahre 2011 erfolgte die Etablierung des Zentrums für Hämostaseologie, um die Betreuung von Patienten mit Blutgerinnungsstörungen zu bündeln und die Versorgung sowohl ambulant flächendeckend als auch stationär auf hohem Niveau zu gewährleisten. Mit einem Beschäftigten im Nebenberuf und einer Sprechstunde pro Woche gegründet, bietet das Zentrum mittlerweile acht Sprechstunden pro Woche und damit Arbeit für drei Vollzeit-Beschäftigte. Mehr als 3000 Patientenkontakte zählten diese erstmals vergangenes Jahr – für Petros, Pfrepper und Dr. med. Lars Fischer ein klarer Beweis, dass die Entscheidung, das Zentrum auf- und auszubauen, seinerzeit die richtige war. Diesen Weg wird das gesamte Team nun weitergehen. “Mit dem Zertifikat im Rücken wird uns das leichter fallen.”
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