Herzinsuffizienz: Regionaler zerebraler Blutfluss an vielen Stellen reduziert

Herzinsuffizienz
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Herzinsuffizienz(HF)-Patienten zeigten in einer neuen Studie an multiplen autonomen, affektiven und kognitiven regulatorischen Stellen einen verringerten und größtenteils lateralisierten zerebralen Blutfluss (CBF). Der reduzierte CBF trage wahrscheinlich zu der lateralisierten Hirnschädigung bei, was zu den autonomen und neuropsychologischen Defiziten führe, die bei Herzinsuffizienz gefunden werden, so die Autoren.

Die Verteilung der regionalen CBF-Veränderungen bei HF-Patienten sei unbekannt, spiele aber bei der Bestimmung der Mechanismen der neuronalen Schäden eine Rolle, schreiben sie zum Hintergrund ihrer Studie. Daher bestand das Ziel des Teams um Bhaswati Roy darin, regionale CBF-Veränderungen bei HF mit dem CBF bei Kontrollpersonen unter Einsatz von Verfahren des nicht invasiven, pseudokontinuierlichen arteriellen Spin-Labelings (ASL) zu vergleichen.

Die Wissenschaftler erhoben pseudokontinuierliche ASL-Daten von 19 HF-Patienten (mittleres Alter 55,5±9,1 Jahre; mittlerer Body-Mass-Index [BMI] 27,7 ± 5,3 kg/m2 ; 13 Männer) und 29 Kontrollpersonen (mittleres Alter 51,4 ± 5,3 Jahre; mittleres BMI 25,7 ± 3,6 kg/m2; 18 Männer). Dazu setzten sie einen 3 Tesla-MST-Scanner ein.

Der reduzierte CBF trat bei HF-Patienten – im Vergleich zu den Kontrollpersonen – an mehreren Stellen auf, bei einem prinzipiell lateralisierten niedrigeren Fluss in temporalen, parietalen und okzipitalen Regionen. Bereiche mit einem reduzierten CBF umfassten den bilateralen präfrontalen, frontalen, temporalen und okzipitalen Kortex, Thalamus, Kleinhirn, Corona radiata, Corpus callosum, Hippocampus und Amygdala.

Autoren: Roy B et al.
Korrespondenz: Rajesh Kumar; [email protected]
Studie: Reduced regional cerebral blood flow in patients with heart failure
Quelle: Eur J Heart Fail 2017;19(10):1294-1302.
Web: dx.doi.org/10.1002/ejhf.874

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