Herzrhythmusstörungen und Proteinkinase-Inhibitoren21. Juni 2021 © zinkevych – stock.adobe.com (Symbolbild) Wissenschaftlern der Universität Kopenhagen, Dänemark, zufolge ist eine ganze Reihe von Proteinkinase-Inhibitoren mit einem erhöhten Risiko für Herzrhythmusstörungen verbunden. Dr. Alicia Lundby und ihr Team werteten hierzu die Daten des U.S. Food and Drug Administration Adverse Events Reporting System umfassend aus und ermittelten mithilfe eines multivariablen logistischen Regressionsmodells die Häufigkeit von Herzrhythmusstörungen, die auf die Therapie mit Kinasehemmern zurückzuführen sind. Ihre Analyse umfasste 3.663.300 Fallberichte mit 23.067 Fällen von VHF und 66.262 Fällen von Herzrhythmusstörungen sowie 32 Proteinkinase-Inhibitoren, von denen fast alle Onkotherapeutika sind. 7 Proteinkinase-Inhibitoren waren mit einer signifikanten Erhöhung der Wahrscheinlichkeit für VHF assoziiert (Ibrutinib, Ponatinib, Nilotinib, Ribociclib, Trametinib, Osimertinib und Idelalisib). Die Bewertung der breiteren pro-arrhythmischen Toxizität deutete auf eine ventrikelspezifische Anfälligkeit für Nilotinib und ein Bradyarrhythmierisiko bei Alectinib und Crizotinib hin. Die zugrundeliegenden Mechanismen für den arrhythmogenen Effekt sind noch unklar. Die Studie stellt aber einen wichtigen Schritt bei der Identifizierung und Priorisierung der Untersuchung dieser Proteinkinase-Signalwege dar, erklären die Studienautoren im Fachjournal „JACC CadioOncology“. Fazit Substanzen, die zur Hemmung einer Reihe von Proteinkinasen führen, sind mit einem erhöhten Risiko für Herzrhythmusstörungen assoziiert. Die zugrundeliegenden Mechanismen für den arrhythmogenen Effekt müssen noch erforscht werden. (ah) Autoren: Ye JZ et al. Korrespondenz: Alicia Lundby; [email protected] Studie: Oncotherapeutic Protein Kinase Inhibitors Associated With Pro-Arrhythmic Liability Quelle: J Am Coll Cardiol CardioOnc 2021,3(1)88–97. Web: https://doi.org/10.1016/j.jaccao.2021.01.009
Mehr erfahren zu: "Glaukom: Kälte kann den Augeninnendruck erhöhen" Glaukom: Kälte kann den Augeninnendruck erhöhen Niedrigere Lufttemperaturen können mit einem Anstieg des Augeninnendrucks einhergehen und sollten bei der Behandlung von Patienten mit dieser Erkrankung berücksichtigt werden. Das legt eine neue Studie nahe.
Mehr erfahren zu: "Kongenitale Katarakt: Sehschärfe bei Deprivationsamblyopie kaum verbessert" Kongenitale Katarakt: Sehschärfe bei Deprivationsamblyopie kaum verbessert Trotz Fortschritten in der Versorgung von Kindern mit kongenitaler Katarakt besteht nach wie vor das ungelöste Problem mit der sich entwickelnden monokularen Deprivationsamblyopie und ihrer Behandlung. Die Therapieadhärenz ist oft […]
Mehr erfahren zu: "Crosslinking mit PTK oder PRK: Welche Kombination für welches Stadium? " Crosslinking mit PTK oder PRK: Welche Kombination für welches Stadium? Korneales Crosslinking (CXL) in Kombination mit transepithelialer phototherapeutischer Keratektomie (PTK) oder topografiegesteuerter photorefraktiver Keratektomie (TG-PRK) zeigte sich in der Keratokonustherapie als sicher und wirksam. Bei der Auswahl der Methode sollten jedoch […]