Heuschnupfen: Hyposensibilisierung wird zu selten genutzt26. April 2023 Foto: cenczi/pixabay Behandelt werden bei Heuschnupfen meist nur die Symptome und selten die Ursachen: Nur drei bis vier Prozent der Allergie-Patienten nehmen eine Hyposensibilisierung in Anspruch, davon sind ein Drittel Kinder und Jugendliche, wie aktuelle Zahlen der Krankenkasse BKK VBU zeigen. Immer mehr Menschen leiden an Allergien, am häufigsten unter Heuschnupfen. Zwischen den Jahren 2013 (68.820 Patienten) und 2021 (84.630) stieg die Anzahl der Versicherten, die wegen einer Pollenallergie in ärztlicher Behandlung waren um 18 Prozent, wie aktuelle Zahlen der Krankenkasse BKK VBU zeigen. Die Gründe sind auch durch den Klimawandel bedingt. Durch die Klimaerwärmung hat sich die Pollensaison und damit die Beschwerdeperiode der Betroffenen verlängert. Eine Hyposensibilisierung kann Patientinnen und Patienten helfen, langfristig unempfindlicher gegen die Allergene zu werden. Die Heilungschancen bei einer konsequent durchgeführten Hyposensibilisierung sind gut: Bei rund 85 Prozent der Patienten kann eine deutliche Linderung bis hin zum vollständigen Verschwinden der Allergiebeschwerden erreicht werden, für bis zu zehn Jahre. Hyposensibilisierung wird nur selten durchgeführt Dennoch zeigen Patientendaten der BKK VBU aus dem Jahr 2021, dass trotz der guten Erfolgschancen nur 2941Versicherte (3,48 %) eine Hyposensibilisierung wegen einer Pollenallergie durchgeführt haben. Im selben Jahr befanden sich jedoch 84.630 BKK VBU-Versicherte mit den gleichen Allergie-Diagnosen in ärztlicher Behandlung. Einen überdurchschnittlich hohen Anteil unter den Hyposensibilisierungspatienten nehmen Kinder und Jugendliche im Alter bis 18 Jahre ein. Besonders Kinder, Jugendliche und Senioren sind von der Pollenallergie betroffen. Die BKK·VBU Zahlen zeigen: Von den insgesamt 84.630 ärztlichen Behandlungen in 2021 fand mehr als jede dritte (35,8%) in den Altersgruppen bis 0 bis 19 Jahre und ab 65 Jahren statt.
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