Hilfe zur Selbsthilfe durch „Checkheft“-Projekt

Klinikdirektorin Nicole Eter und Frank Brunsmann von PRO RETINA Deutschland. Fotoquelle: Universitäts-Augenklinik Münster

Zum Sehbehindertentag am 6. Juni haben PRO RETINA Deutschland und die Universitäts-Augenklinik Münster auf das gemeinsame „Checkheft“-Projekt aufmerksam gemacht, das Sehbehinderten zu mehr Kompetenz im Alltag verhelfen soll.

„Wie können wir Menschen mit seltenen Netzhauterkrankungen bei der alltäglichen Krankheitsbewältigung unterstützen und auch in der medizinischen Versorgung auf den Erfahrungsschatz Betroffener aufmerksam machen?“, fragte sich Dr. Frank Brunsmann von der Patientenorganisation PRO RETINA Deutschland e. V., als er vor drei Jahren mit Klinikdirektorin Prof. Nicole Eter das „Checkheft“-Projekt ins Leben rief.

Anlässlich des Sehbehindertentages am 6. Juni machten die Universitäts-Augenklinik Münster und PRO RETINA Deutschland e.V.auf dieses von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte dreijährige Projekt aufmerksam, welches sich an Menschen richtet, die die Diagnose einer seltenen Netzhauterkrankung, wie zum Beispiel Retinitis pigmentosa, erhalten haben.
Seit Projektbeginn Ende 2015 wurde ein „Checkheft“ erarbeitet, das dazu beitragen soll, aufmerksamer mit Veränderungen der Sehfunktion umzugehen und das Hinweise für den Umgang mit den Auswirkungen der Erkrankung liefert.

Das „Checkheft“ befindet sich nach Angaben der Augenklinik aktuell in der Studienphase und soll 2019 in der ärztlichen Versorgung eingesetzt und allen Interessierten online zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: Universitäts-Augenklinik Münster