Hinter den Medaillen: Sportmedizin als stiller Erfolgsfaktor bei den Olympischen Winterspielen2. März 2026 Bild: Visions-AD – stock.adobe.com Das Universitätsklinikum Dresden, lizenziertes Untersuchungszentrum des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und Kooperationspartner des Olympiastützpunkt Sachsen, hat die Bedeutung medizinscher Betreuung für den Spitensport herausgestellt. Neben Routineuntersuchungen seien vor allem individuelle Diagnostik und maßgeschneiderte Trainingssteuerung entscheidend. Um das Thema Olympische Winterspiele kam man in den letzten beiden Wochen kaum herum. Spannende Wettkämpfe, bewegende Geschichten und goldene Momente werden nicht nur den Athletinnen und Athleten vor Ort in Erinnerung bleiben, sondern auch den Zuschauerinnen und Zuschauern in der Heimat. Wenn die deutschen Sportlerinnen und Sportler in Italien um olympische Medaillen gekämpft haben, liegt eine jahrelange, akribische Vorbereitung hinter ihnen. Dabei steht längst nicht nur das Training im Fokus. Zahlreiche Expertinnen und Experten begleiten die Aktiven im Hintergrund, beraten, analysieren und sichern die bestmöglichen Rahmenbedingungen. Eine wichtige Rolle nimmt dabei die Sportmedizin ein, konstatiert das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden (UKD), das auch bei diesen Olympischen Spielen eingebunden war. In enger Abstimmung arbeiten der Funktionsbereich Sportmedizin und Rehabilitation sowie das UniversitätsCentrum für Orthopädie, Unfall- & Plastische Chirurgie (OUPC) zusammen, um eine umfassende und hochqualitative Betreuung der Athletinnen und Athleten sicherzustellen. Bei medizinischen Auffälligkeiten frühzeitig gegensteuern Mit Blick auf Milano und Cortina standen dabei unter anderem der Bobfahrer Francesco Friedrich und die Skeletonpilotin Susanne Kreher exemplarisch für viele betreute Spitzensportler. In der Vorbereitung auf sportliche Höhepunkte wie die Olympischen Spiele sind neben den turnusmäßigen Untersuchungen vor allem individuelle Diagnostik und maßgeschneiderte Trainingssteuerung im Hochleistungssport entscheidend. Dr. Heidrun Beck, Bereichsleiterin Sportmedizin, betont: „Mit unseren Testmethoden können wir individuell sehr genau prüfen, ob medizinische Auffälligkeiten vorliegen, die der Sportler oder die Sportlerin selbst noch gar nicht wahrgenommen hat. So können wir frühzeitig gegensteuern und Trainingsanpassungen vornehmen, bevor es zu Überlastungssymptomen oder Verletzungen mit der Gefahr von Ausfallzeiten in Training und Wettkampf kommt.“ Kleine medizinische Baustellen hätten nahezu alle Leistungssportler. „Mal ist es der Rücken, mal ein zu behandelnder Infekt. Entscheidend ist, dass Athletinnen und Athleten ihre individuellen Belastungsgrenzen kennen“, ergänzt Beck. „Unser Anspruch ist es, umfassend zu beraten und den Sportlern kontinuierlich begleitend in der Vorbereitung als Anlaufstelle zur Verfügung zu stehen – die finale Entscheidung über Trainings- oder Wettkampfeinsätze treffen jedoch immer die Sportlerinnen und Sportler im Konsens mit den Trainern und Ärzten.”Der maßgebliche Vorteil des UKD liege in der engen Interaktion der in das UniversitätsCentrum für Orthopädie, Unfall- und Plastischer Chirurgie (OUPC) integrierten Sportmedizin mit den hochspezialisierten anderen Kliniken am UKD. Prof. Alexander Carl Disch erklärt: „Wir sind in der Lage, medizinische Befunde schnell und fundiert einzuordnen und daraus konkrete sportwissenschaftliche oder trainingsmethodische Anpassungen abzuleiten.“ Disch vereint dabei eigene Erfahrungen aus dem Spitzensport mit seiner medizinischen Expertise. Der Leiter des Universitätswirbelsäulenzentrums stellt als Mannschaftsarzt seine Expertise seit vielen Jahren in den Dienst der deutschen Skilanglaufnationalmannschaft. Mit Blick auf die Olympischen Spiele in Milano und Cortina, bei denen er neben seiner Tätigkeit am Uniklinikum als Mannschaftsarzt auf Abruf zur Verfügung stand, betont Disch: „Bei derart hohen Leistungsanforderungen und Wettkämpfen auf Weltklasseniveau lassen sich Verletzungen leider nicht vollständig vermeiden. Im OUPC verfügen wir jedoch über ein breites Spektrum an spezialisierten Expertinnen und Experten – ob in den Bereichen akute Schwerverletztenversorgung, Wirbelsäule, Hüfte, Knie oder Schulter. Diese interdisziplinäre Kompetenz ermöglicht eine schnelle und optimale Versorgung, als Grundlage für eine schnellstmögliche Rückkehr zu Training und Wettkampf.“ Damit Medaillenträume nicht an Verletzungen scheitern, begleite die Sportmedizin am UKD zahlreiche Spitzensportlerinnen und Spitzensportler bereits in der Vorbereitungsphase – mit dem Ziel, Gesundheit, Leistungsfähigkeit und langfristige Karriereplanung in Einklang zu bringen.
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