HNO-Experte für Arbeit zur besseren Parkinsondiagnose ausgezeichnet7. November 2019 Gerd Fabian Volk (l.), hier mit DEGUM-Kongresspräsident Markus Hahn, erhielt den 1. Posterpreis der DEGUM für „Longitudinale Analyse der mimischen Muskulatur bei Patienten mit Morbus Parkinson“ in Leipzig. (Foto: ©Interplan) Das Team von HNO-Experte Dr. Gerd Fabian Volk wurde in Leipzig mit dem 1. Posterpreis der DEGUM ausgezeichnet. Ziel der Forschungsarbeit: Die Diagnose von Parkinson mittels Ultraschall und 3-D-Videos zu verbessern. Die Bewegungen sind verlangsamt. Der Gang ist auffällig. Der Körper zittert in Ruhe und das Gesicht wirkt maskenhaft. All das sind Merkmale, die ein Mediziner bewertet, wenn er einen Patienten untersucht, der an Parkinson leidet. Um die Diagnostik weiter zu verbessern, setzen Dr. Gerd Fabian Volk, Oberarzt der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Universitätsklinikum Jena (UKJ), und seine Doktoranden auf eine Kombination aus dynamischem Ultraschall und 3-D-Videos, um die mimische Muskulatur bei Patienten mit Morbus Parkinson zu analysieren. Dafür wurden sie nun beim Dreiländerteffen der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin in Leipzig (DEGUM) mit dem 1. Posterpreis ausgezeichnet. „Bislang erfolgt die Einschätzung des Schweregrades einer Parkinsonerkrankung vor allem mittels klinischer Untersuchung des Patienten. Der Arzt beobachtet etwa die Beweglichkeit der Extremitäten oder das Gangbild. Trotz standardisierter Untersuchungsmethoden bleibt diese Einschätzung zu einem gewissen Grad subjektiv und unterliegt der persönlichen Erfahrung des Untersuchers. Wir versprechen uns durch den Einsatz neuer technischer Möglichkeiten die Schwere von Parkinson-Erkrankungen objektiver messen zu können und so beispielsweise den Effekt von Medikamenten besser abschätzen zu können“, erklärt Volk. Hierbei arbeitet der HNO-Experte eng mit den Neurologen Dr. Tino Prell zusammen, der das Zentrum für Bewegungsstörungen und Tiefe Hirnstimulation an der Klinik für Neurologie am UKJ leitet. Korrekte Einstellung der Parkinsontherapie Ultraschall und 3-D-Gesichtsaufnahmen sollen die Mimik des Patienten analysieren. „Unsere Probanden werden am Morgen, noch vor der Medikamenteneinnahme, gefilmt. Nach der Einnahme der Parkinsonmedikamente erfolgt eine zweite Videoaufnahme. Wir sehen sowohl in den automatischen Auswertungen der optischen Videoaufnahmen als auch in denen der Ultraschallfilme der Muskelbewegungen deutliche Unterschiede vor und nach der Medikamentengabe.“ Die Experten versprechen sich dadurch Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der medikamentösen Therapie ziehen zu können und folglich Medikamente besser einzustellen. Volk sieht noch mehr Vorteile in der Kombination von Ultraschall und 3-D-Videos: „Zukünftig könnten Patienten durch Telemedizin ohne aufwendige und unangenehme Transporte besser versorgt werden, da 3-D-Videos inzwischen bereits in den ersten Smartphones verbaut sind. Eine Kontrolle der korrekten Einstellung einer Parkinson- Therapie könnte also zukünftig durch eine Smartphone-App erfolgen.“
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