HNO-Kongress befasst sich mit neuen Wegen der Zusammenarbeit24. Oktober 2022 Rosengarten Mannheim – hier findet die 55. Fortbildungsveranstaltung der HNO-Ärzte statt. Foto: Leonid Andronov/stock.adobe.com Vom 25. bis zum 29. Oktober findet die 55. Fortbildungsveranstaltung für Hals-Nasen-Ohrenärzte im Congress Center Rosengarten Mannheim statt. Das Leitthema „Intersektorale und interdisziplinäre Medizin“ taucht an verschiedenen Punkten im Kongress-Programm auf. Zur feierlichen Eröffnung wird der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Prof. Josef Hecken, einen Festvortrag halten. Die Fortbildungsveranstaltung wird von einer großen Industriemesse mit 145 Ausstellern aus Deutschland und dem europäischen Ausland begleitet. Das Kongressmotto befasst sich mit zwei zentralen Entwicklungen des HNO-Fachgebiets in den kommenden Jahren. Zum einen werden praktische Ansätze der sektorenübergreifenden HNO-ärztlichen Versorgung vorgestellt. Die Vorträge und Rundtischgespräche behandeln dabei die Frage, welche Operationen, die bislang im Krankenhaus erbracht worden sind, heute unter geeigneten Bedingungen ambulant erfolgen können. Zum anderen blickt das Programm unter dem Stichwort „interdisziplinäre Zusammenarbeit“ über den Tellerrand des HNO-Fachgebiets hinaus. Referentinnen und Referenten verschiedener Fachdisziplinen, so unter anderem der Dermatologie, der Pädiatrie, der Radiologie und der Pneumologie, berichten über die Schnittstellen ihres Faches zur HNO-Heilkunde. Das Programm steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Stefan Dazert und Prof. Leif Erik Walther. Dank verschiedener interaktiver Formate gestaltet sich das Hauptprogramm der Veranstaltung sehr abwechslungsreich. Neben den klassischen Kurzvorträgen von 25 Minuten Dauer werden ausgewählte Themen in Form von Rundtischgesprächen, Falldiskussionen und im Pro und Contra-Format vorgestellt. Beim Vortragsblock „HNO kompakt – diese Studien verändern meine Arbeit noch heute“ stellen drei Experten die aktuellen wissenschaftlichen Veröffentlichungen der letzten fünf Jahre zu einer Subspezialisierung der HNO-Heilkunde vor. Die Unterthemen sind in diesem Jahr plastisch-ästhetische Chirurgie, Tinnitus und Immunonkologie. Das Hauptprogramm wird von einer Vielzahl von Kursen ergänzt. Bei den Workshops werden einzelne Themen intensiv und zum Teil in mehrtägigen Modulen behandelt. Neben den Klassikern, wie „Hörgeräteverordnung bei Erwachsenen und Kindern“ oder „Begutachtung“, finden sich auch in diesem Jahr neue Formate im Kongressprogramm. Hierzu zählen beispielsweise die Kurse „Antibiotika – Übersicht, Verordnung, Vermeidungsstrategien“ oder „Mitarbeiterbindung in Zeiten von Fachkräftemangel“. Nach pandemiebedingter Unterbrechung wird außerdem die Akademie für das Praxispersonal fortgesetzt. Die Kurse richten sich nach dem Curriculum „HNO-technische Assistenz“ der Bundesärztekammer und bieten den Medizinischen Fachangestellten eine attraktive Weiterbildungsmöglichkeit. Nach den Corona-Beschränkungen der letzten Jahre wird auch die begleitende Industrieausstellung wieder in vollem Umfang stattfinden können. Auf fast 1.800 qm Netto-Standfläche präsentieren 145 Unternehmen aus den Bereichen Pharmazie, Medizintechnik und Praxisführung ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen. In der Ausstellung erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in diesem Jahr eine Reihe von neuen Sonderaktionen, wie das kostenfreie Mittagscatering, der virtuelle Golf Court oder die kostenfreien Massagen. Bei der Eröffnungsveranstaltung am Abend des 26. Oktober 2022 hat sich mit Prof. Josef Hecken ein besonderer Ehrengast als Festredner angekündigt. Der unparteiische Vorsitzende des G-BA wird über die drängendsten Themen der Gesundheitsversorgung in den nächsten Jahren sprechen. Abgerundet wird der Abend durch Aufführungen des Deutschen HNO-Orchesters unter Leitung von PD Dr. Jan Löhler.
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