Hochverarbeitete Lebensmittel: Metaanalyse untersucht gesundheitliche Beeinträchtigungen8. Mai 2024 © beats_ – stock.adobe.com (Symbolbild) Ein Übersichtsartikel bewertete Studien, die Assoziationen zwischen der Exposition gegenüber ultraprozessierten Lebensmitteln (UL) und nachteiligen gesundheitlichen Folgen untersuchten. Grundlage war eine Recherche in mehreren Literaturdatenbanken. Die Autoren wandten Kriterien zur Klassifizierung der Evidenz an, die als überzeugend, sehr suggestiv, suggestiv, schwach oder ohne Evidenz eingestuft wurden. Die Qualität der Belege wurde anhand von GRADE (Grading of Recommendations, Assessment, Development, and Evaluations) bewertet und in die Kategorien hohe, mäßige, niedrige oder sehr niedrige Qualität eingeteilt. Die Suche ergab 45 gepoolte Analysen, darunter 13 Dosis-Wirkungs-Assoziationen und 32 Nicht-Dosis-Wirkungs-Assoziationen (n=9.888.373 Teilnehmer). Insgesamt wurden direkte Assoziationen zwischen der UL-Exposition und 32 (72%) Gesundheitsparametern gefunden, die Sterblichkeit, Krebs sowie psychische, respiratorische, kardiovaskuläre, gastrointestinale und metabolische Gesundheitsergebnisse umfassen. Auf Grundlage der vordefinierten Kriterien für die verwendete Evidenz-Klassifizierung gab es überzeugende Belege für eine direkte Assoziation zwischen einer höheren UL-Exposition und einem höheren Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen (Risikoverhältnis 1,50; 95%-KI 1,37–1,63; GRADE=sehr niedrig) und Typ-2-Diabetes (T2D; Dosis-Wirkungs-Risiko-Verhältnis 1,12; 95%-KI 1,11–1,13; mäßig) sowie erhöhte Risikolevel für häufige Angstzustände (OR 1,48; 95%-KI 1,37–1,59; niedrig) und kombinierte allgemeine psychische Störungen (OR 1,53; 95%-KI 1,43–1,63; niedrig). Fazit Hochgradig suggestive Belege deuten darauf hin, dass eine höhere UL-Exposition direkt mit einem höheren Risiko für alle Todesursachen (HR 1,21; 95%-KI 1,15–1,27; niedrig), mit Herzkrankheiten zusammenhängender Mortalität (HR 1,66; 95%-KI 1,51–1,84; niedrig), T2D (OR 1,40; 95%-KI 1,23–1,59; sehr niedrig) und Depressionen (OR 1,22; 95%-KI 1,16–1,28; niedrig) korreliert, zusammen mit einem höheren Risiko für prävalente schlafbezogene Erkrankungen (OR 1,41; 95%-KI 1,24–1,61; niedrig), Keuchen (OR 1,40; 95%-KI 1,27–1,55; niedrig) und Adipositas (OR 1,55; 95%-KI 1,36–1,77; niedrig). (bi) Autoren: Lane MM et al. Korrespondenz: Melissa M Lane; [email protected] Studie: Ultra-processed food exposure and adverse health outcomes: umbrella review of epidemiological meta-analyses Quelle: BMJ 2024:384:e077310. Web: https://doi.org/10.1136/bmj-2023-077310
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