Hohe Leistung der ultraschallgesteuerten Feinnadelaspiration und Biopsie bei Gallenblasenkrebs festgestellt20. November 2024 Foto: © MQ-Illustrations – stock.adobe.com Die EUS(Endoskopischer Ultraschall)-geführte Feinnadelaspiration (FNA) und Biopsie (EUS-FNAB) ist ein Standard-Diagnoseverfahren für Gewebewucherungen im Pankreas, nicht aber für Gallenblasenkrebs (GBC). Ziel einer Studie aus Südkorea war es, die Wirksamkeit und Sicherheit der EUS-FNAB bei Patienten mit Verdacht auf GBK zu untersuchen. Hierzu analysierten die Studienautoren Daten von Patienten, die sich zwischen 2010 und 2023 in 3 südkoreanischen Krankenhäusern einer EUS-FNAB bei einem Verdacht auf GBC unterzogen. Die Forschenden berechneten und verglichen die diagnostische Leistung und Sicherheit der EUS-FNAB anhand charakteristischer Faktoren. Von 170 Patienten hatten 163 GBC. Die EUS-FNAB-Proben wurden bei 125 Patienten aus der Gallenblase und bei 45 Patienten aus anderen Regionen entnommen. Die Gesamtsensitivität, Spezifität und Genauigkeit betrugen dabei 83,4, 100 bzw. 84,1 %. Die Sensitivität und Genauigkeit bei Gallenblasenproben betrugen 80,8 und 81,6 %, bei Patienten ohne Gallenblasenproben lagen diese Werte bei 90,7 und 91,1 %. Sensitivität und Genauigkeit waren mit FNAB-Nadeln höher als mit FNA-Nadeln und mit ≤22-Gauge-Nadeln höher als mit 25-Gauge-Nadeln. Die Endoskopiker und Pathologen konnten jedoch keine signifikanten Unterschiede zwischen Gallenblasen- und Lymphknotenproben feststellen. Gallenblasenläsionen mit einer Größe von <40 mm, Wandverdickungen, eine fundale Lage, keine ausgedehnte Leberinvasion und Fernmetastasen waren bei Patienten ohne Gallenblasenproben häufiger als bei Patienten mit Gallenblasenproben. Die einzigen gemeldeten unerwünschten Ereignisse waren 4 leichte Blutungen. Diesem Studienbericht zufolge ist die EUS-FNAB sicher und zeigt bei Patienten mit Verdacht auf GBC eine hohe diagnostische Leistung. Für Fälle, in denen die Gallenblase als Zielstruktur für eine Untersuchung problematisch ist, könnten die Lymphknoten als Ausgangsgewebe als eine Alternative mit vergleichbaren Ergebnissen fungieren. (bi)
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