Hohe Qualität in der Behandlung von Beckenbodenschwäche

Urogynäkologin PD Dr. Anke Mothes vom Universitätsklinikum Jena (UKJ) erhält Zertifizierung der Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion (AGUB) in der höchsten Stufe III.

Etwa fünf Millionen Frauen in Deutschland leiden aufgrund einer Beckenbodenschwäche an Harninkontinenz, Senkungs- oder Stuhlgangsbeschwerden. Experten-Hilfe erhalten die Betroffenen aus Thüringen und anderen Teilen Deutschlands unter anderem im interdisziplinären Universitäts-Beckenbodenzentrum Jena der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Fortpflanzungsmedizin am Universitätsklinikum Jena (UKJ).

Die Koordinatorin des Zentrums, PD Dr. Anke Mothes, wurde nun nach den Kriterien der Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion (AGUB) der höchsten Stufe III zertifiziert. „Mit dieser Auszeichnung wird Frau Dr. Mothes in den engen Kreis der Experten für Beckenbodenmedizin aufgenommen“, so Prof. Ingo Runnebaum, Direktor der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Fortpflanzungsmedizin am UKJ und Gründer des Zentrums. 39 Mediziner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sind aktuell mit der höchsten Stufe III der AGUB zertifiziert.

„Die Zertifizierung empfinden wir als eine große Ehre. Sie bestätigt die hohe Qualität unseres Beckenboden-Teams bei Diagnostik und Behandlung sowie in der Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Urogynäkologie“, sagt Mothes. Das Jenaer Beckenbodenzentrum ist ein interdisziplinäres Behandlungszentrum, das auf die Diagnostik und Therapie von Beckenbodenerkrankungen spezialisierte Frauenärzte – die Urogynäkologen – mit Darmspezialisten und Urologen vernetzt. Mehr als 1000 Frauen werden in den dortigen Spezialsprechstunden behandelt, über 200 Frauen werden jährlich durch mittlere oder größere wiederherstellende Beckenboden-Operationen versorgt.

Hintergrund zur Arbeitsgemeinschaft für Urogynäkologie und plastische Beckenbodenrekonstruktion (AGUB)

Die AGUB wurde als selbständige Untergliederung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) im Jahre 2000 gegründet und zählte 2017 mehr als 1100 Mitglieder. Um die Wissenschaft und Forschung sowie die Aus- und Weiterbildung in den Bereichen der Urogynäkologie und der plastisch-rekonstruktiven Gynäkologie des Beckenbodens zu fördern, hat die AGUB ein Dreistufen-System der Zertifizierung eingeführt.  Die Zertifizierung nach AGUB III würdigt eine jahrelange klinisch-wissenschaftliche Tätigkeit mit dem Schwerpunkt der Urogynäkologie verbunden mit einer Publikations- und Lehrtätigkeit, die zur Entwicklung des Gebietes der Urogynäkologie beitragen.

Weitere Informationen:

Universitäts-Beckenbodenzentrum Jena

 

Quelle
Universitätsklinikum Jena, 27.02.2018
Mehr anzeigen

Verwandte Artikel

Close