Hongkong-Osteoporose-Studie: Kaffeekonsum mit Knochenmineraldichte assoziiert

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In epidemiologischen Studien wurden inkonsistente Zusammenhänge zwischen Kaffeekonsum und Knochenmineraldichte (BMD) beobachtet. Darüber hinaus wurde der Einfluss von bioaktiven Komponenten im Kaffee zur BMD nicht untersucht. Ziel einer aktuellen Studie aus Hongkong war es, kaffeeassoziierte Metaboliten zu identifizieren und deren Assoziation mit BMD zu bewerten.

In die Studie wurden 2 unabhängige Kohorten mit insgesamt 564 gesunden Erwachsenen aus der Hongkonger Osteoporose-Studie (HKOS) von 2001–2010 (n=329) und 2015–2016 (n=235) eingeschlossen.

Der Kaffeekonsum wurde mithilfe von Fragebögen von den Probanden angegeben. Das Serum-Metabolom wurde unter Verwendung der Flüssigchromatographie-Massenspektrometrie analysiert. Die BMD an der Lendenwirbelsäule und am Schenkelhals wurde durch Dual-Energy-Röntgenabsorptiometrie gemessen. Für die Assoziationsanalysen wurden multivariable lineare Regression und robuste Regression verwendet.

Serummetabolite (n=12) korrelierten positiv mit dem Kaffeekonsum, wobei Chinat, 3-Hydroxypyridinsulfat und Trigonellin (N‘-Methylnicotinat) die stärksten Assoziationen aufwiesen. Unter diesen Metaboliten wurden 11 bereits bekannte Metaboliten identifiziert, die mit Kaffeekonsum assoziiert sind, 6 von ihnen waren mit dem Koffeinstoffwechsel verbunden.

Der gewohnheitsmäßige Kaffeekonsum war positiv und signifikant mit der BMD an der Lendenwirbelsäule und am Schenkelhals assoziiert. Der Metabolit 5-Acetylamino-6-formylamino-3-methyluracil (AFMU) (β=0,012, SE=0,005; p=0,013) war signifikant mit der BMD an der Lendenwirbelsäule assoziiert, während 3-Hydroxyhippurat (β=0,007, SE=0,003 p=0,027) und Trigonellin (β=0,007, SE=0,004; p=0,043) signifikant mit BMD am Schenkelhals assoziiert waren.

Fazit
Metaboliten (n=12) waren signifikant mit dem Kaffeekonsum assoziiert, darunter 6 Koffeinmetaboliten. Von ihnen waren 3 Metabolite (AFMU, 3-Hydroxyhippurat und Trigonellin) mit der BMD assoziiert. Diese Metaboliten könnten potenzielle Biomarker für den Kaffeekonsum sein und die Knochengesundheit beeinträchtigen. (rl)

Autoren: Chau YP et al.
Korrespondenz: Ching-Lung Cheung; [email protected]
Studie: Serum Metabolome of Coffee Consumption and its Association With Bone Mineral Density: The Hong Kong Osteoporosis Study
Quelle: J Clin Endocrinol Metab 2020, 1. März;105(3).
Web: https://doi.org/10.1210/clinem/dgz210