Herzinsuffizienz: Psychosoziale Faktoren haben einen großen Einfluss

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Nach einer Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz sind psychosoziale Faktoren eng mit ungeplanten Wiederaufnahmen oder Mortalität assoziiert, so Ergebnisse der Beobachtungsstudie OPERA-HF. In dieser Studie werden zusätzlich zu klinischen Variablen auch psychosoziale aufgezeichnet. In Fragebögen geben die teilnehmenden Patienten Auskunft zu sozialer Information, Depressions- und Angstscores und kognitiver Funktion. Anhand des Kaplan-Meier-, des Cox- und des Andersen-Gill-Modells identifizierten die Autoren Prädiktoren erster und rezidivierender Ereignisse (Wiederaufnahmen oder Tod).

Von 671 Patienten (Alter 76±15 Jahre, 66 % Männer) mit 1-jähriger Nachbeobachtung zeigten 291 kein nachfolgendes Ereignis, 34 verstarben ohne Wiederaufnahme, 346 hatten eine oder mehrere ungeplante Wiederaufnahmen und 71 Patienten verstarben nach einer ersten Wiederaufnahme. Steigendes Alter, höhere Harnsäure- und Kreatininwerte sowie das Vorliegen von Komorbiditäten (Diabetes, Myokardinfarkt in der Anamnese, chronisch obstruktive Lungenerkrankung) waren alle mit einem steigenden Risiko für erste oder erneute Ereignisse assoziiert.

Unter den psychosozialen Variablen, die unabhängig mit sowohl ersten als auch erneuten Ereignissen assoziiert waren, führen die Autoren um Ioanna Sokoreli von Philips Research – Healthcare in Eindhoven auf: Gebrechlichkeit, moderate bis schwere Depression und moderate bis schwere Ängste. Das Alleinleben und kognitive Beeinträchtigung seien unabhängig mit einem steigenden Risiko für erneute Ereignisse assoziiert gewesen, fügen sie hinzu.

Fazit
Nach einer Hospitalisierung aufgrund von Herzinsuffizienz sind psychosoziale Faktoren eng mit ungeplanten Wiederaufnahmen oder Mortalität assoziiert.

Autoren: Sokoreli I et al.
Korrespondenz: [email protected]
Studie: Prognostic value of psychosocial factors for first and recurrent hospitalizations and mortality in heart failure patients: insights from the OPERA-HF study
Quelle: Eur J Heart Fail 2018;20(4):689–696.
Web: dx.doi.org/10.1002/ejhf.1112

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