HPV-Impfung: Medizinstudierende wissen zu wenig1. Mai 2024 © Kt Stock – stock.adobe.com (Symbolbild) Die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) reduziert signifikant das Risiko für Zervix-, Anal- oder Peniskarzinome. Die Impfraten steigen zwar, sind aber immer noch zu niedrig, was auf ein mangelndes Bewusstsein für diese Erkrankungen hindeutet – und das scheint einer Befragung zufolge selbst für Medizinstudierende zu gelten. Während eines Fußballturniers unter deutschen Medizinstudierenden wurden diese zum Thema HPV-Impfung befragt. Der Fragebogen umfasste 24 Fragen, die Befragung erfolgte anonym. Insgesamt nahmen 974 Medizinstudierende teil, davon 64,% Frauen, 34,4% Männer und 0,7% non-binäre Personen. Sie waren zwischen 18 und 35 Jahren alt und studierten seit 1–16 Semestern Medizin. 39,4% hatten Ausbildungseinheiten in Urologie erhalten. Insgesamt 64% gaben an, dass HPV während ihres Studiums zur Sprache gekommen sei, während 7,6% noch nie von HPV gehört hatten. Frauen, Studierende mit mehr Wissen über HPV und Studierende, die an dem Thema HPV gearbeitet hatten, waren signifikant häufiger selbst gegen HPV geimpft. Ältere Studierende waren seltener geimpft. Fazit Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass selbst in dieser hochselektierten Gruppe das Wissen zur HPV-Impfung gering war. Es seien demzufolge in Deutschland mehr Informations- und Aufklärungskampagnen zur HPV-Impfung nötig, um die Impfraten zu erhöhen. (nec) Autoren: Aksoy C et al. Korrespondenz: Cem Aksoy; [email protected] Studie: Enhancing HPV vaccination rates through better knowledge? – Insights from a survey among German medical students Quelle: Urol Int 2024 Jan 19. Web: https://doi.org/10.1159/000536257