HPV-Impfung reduziert CIN2+: Unterschiede zwischen Impfprogrammen bleiben unklar6. Oktober 2026 Symbolbild © designua/stock.adbe.com Eine Metaanalyse von 22 Real-World-Studien zeigt eine deutliche Assoziation zwischen HPV-Impfung und einem geringeren Auftreten von CIN2+. Faktoren wie Alter bei der Impfung, Impfquote und Impfstofftyp erklärten die Unterschiede zwischen den Impfprogrammen jedoch nicht. Wie stark die HPV-Impfung mit einem geringeren Auftreten zervikaler intraepithelialer Neoplasien des Grades 2 oder höher (CIN2+) assoziiert ist, variiert zwischen verschiedenen Impfprogrammen. Eine Metaanalyse von 22 Real-World-Studien sollte klären, ob sich diese Unterschiede durch das Alter bei der Impfung, die Impfquote oder den verwendeten Impfstoff erklären lassen. Für keinen dieser Faktoren ließ sich jedoch ein statistisch signifikanter Unterschied nachweisen. HPV-Impfung mit weniger CIN2+ assoziiert Für die Metaanalyse, die in der Fachzeitschrift „Open Forum Infectious Diseases“ veröffentlicht wurde, nutzten die Forschenden Daten einer früheren systematischen Übersichtsarbeit. Diese hatte Beobachtungsstudien mit verschiedenen HPV-bezogenen Endpunkten eingeschlossen. Für die aktuelle Arbeit wurden ausschließlich Studien verwendet, in denen histologisch bestätigte CIN2+ erfasst worden waren. Über alle 22 Studien hinweg war die HPV-Impfung mit einem um etwa 62 Prozent geringeren Auftreten von CIN2+ assoziiert. Die Heterogenität war mit I2=97,0 Prozent allerdings sehr hoch. Das 95 Prozent-Prädiktionsintervall reichte von 0,12–1,23 und schloss damit 1 ein, was auf erhebliche Unterschiede bei den erwarteten Effekten in realen Impfprogrammen hindeutet. In den Subgruppenanalysen zeigte sich überwiegend ein protektiver Effekt der Impfung. Die Unterschiede zwischen den Subgruppen waren jedoch weder für das Alter bei der Impfung noch für die Impfquote oder den Impfstofftyp statistisch signifikant. Hohe Heterogenität bleibt ungeklärt Auch explorative Metaregressionen lieferten keine Erklärung für die hohe Heterogenität. Weder die Nachbeobachtungsdauer noch die Alterskategorie bei der Impfung, das Studiendesign oder das Publikationsjahr konnten die Unterschiede zwischen den Studien erklären. Die Sensitivitätsanalysen änderten die Richtung der Ergebnisse nicht. In der Netzwerk-Metaanalyse deutete sich für alle untersuchten Impfstofftypen ein geringeres Auftreten von CIN2+ im Vergleich zu keiner Impfung an. Die Impfstoffe wurden jedoch nicht direkt miteinander verglichen. Sämtliche Vergleiche erfolgten indirekt über eine gemeinsame ungeimpfte Vergleichsgruppe. Belastbare Aussagen darüber, ob sich die Impfstoffe hinsichtlich ihrer Wirksamkeit gegen CIN2+ unterscheiden, lassen sich daraus daher nicht ableiten. (nec)
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