Humboldt-Stipendiat aus Ägypten forscht am Institut für Tierernährung in Leipzig20. November 2024 Humboldt-Stipendiat Dr. Mohamed Ahmed Mohamed El-Sherbiny. Foto: © Privat Der ägyptische Agrarwissenschaftler Dr. Mohamed Ahmed Mohamed El-Sherbiny ist in den kommenden 18 Monaten mit einem Georg Forster-Forschungsstipendium für erfahrene Forschende der Humboldt-Stiftung am Institut für Tierernährung in Leipzig tätig. Seine Forschungsschwerpunkte sind Futtermittelbewertung und -management, Produktqualität und Treibhausgasminderung in der Wiederkäuerhaltung. Der 40-Jährige hat in Ägypten an der Universität Ain Shams Tierproduktion und an der Universität Kairo Tierernährung studiert. Promoviert wurde er 2017 an der Fakultät für Veterinärmedizin und Tierwissenschaften der Universität für Biowissenschaften in Posen (Polen). Inzwischen ist er in seinem Heimatland Ägypten am Nationalen Forschungszentrum in Gizeh als Assoziierter Professor im Institut für Lebensmittelindustrie und Ernährungsforschung tätig. Am Institut für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig forscht Dr. El-Sherbiny seit dem 1. November. Hier wird er zusammen mit dem Team von Institutsleiterin Prof. Dr. Mirja Wilkens in den nächsten Monaten das Projekt RUMENLESS bearbeiten, das von ihm und Wilkens initiiert wurde. „Bei der Bewertung von Futtermitteln für Wiederkäuer im Labor werden verschiedene Methoden zur Bestimmung der Abbaubarkeit eingesetzt, um die Verdaulichkeit im Körper der Tiere abzuschätzen. Diese Analysen sind unerlässlich zur Bewertung des Futterwerts von alternativen Futtermitteln und Nebenprodukten, die für eine verbesserte Nachhaltigkeit eingesetzt werden“, erklärt Mohamed El-Sherbiny. Gleichzeitig könnten mit diesen Techniken auch die Auswirkungen von Trockenheit auf die Qualität bereits gut etablierter Futtermittel untersucht werden. Bei den meisten dieser Methoden wird Pansenflüssigkeit verwendet, die von Tieren nach der Schlachtung oder über einen operativ angelegten künstlichen Magenausgang gewonnen wird. Ziel des Projekts RUMENLESS sei es, einen Ansatz zu entwickeln, der eine Bewertung von verschiedenen Futtermitteln im Labor ohne die Verwendung von frischer Pansenflüssigkeit ermöglicht, betont Dr. El-Sherbiny. „Solche Bewertungen sind unerlässlich, um künftig die Fütterung von Wiederkäuern zu verändern. Mit Methoden, die sich ohne oder mit konservierter Pansenflüssigkeit umsetzen lassen, können wir den Herausforderungen in der Landwirtschaft begegnen und zugleich etwas für den Tierschutz tun“, sagt der Humboldt-Forschungsstipendiat. Neben seiner Arbeit im Projekt RUMENLESS möchte Dr. El-Sherbiny sein wissenschaftliches Netzwerk mit Kollegen in Deutschland ausbauen und langfristige Kooperationen etablieren.
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